Willkommen beim Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt
Der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. vertritt die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Apothekenleiter in Sachsen-Anhalt. Sie erhalten auf unserer Webseite viele Informationen und im internen Bereich den Zugriff auf verschiedene Dokumente.
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Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnt eindringlich vor den negativen Folgen der kürzlich im Bundestag beschlossenen Notfallreform. „Aus gutem Grund sind Apothekerinnen und Apotheker die letzte Kontrollinstanz vor der Abgabe von Arzneimitteln. Apothekerinnen und Apotheker haben hier auf Grund Ihrer Ausbildung eine hohe Verantwortung für die Abgabe und richtige Einnahme und Dosierung von Arzneimitteln. Da ist unser einzigartig wichtiger Beitrag für die Therapiesicherheit der Menschen in unserem Land“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis anlässlich entsprechender Pläne des Bundestages im Gesetz zur Reform der Notfallversorgung.
Zur Erklärung: Mit der Notfallreform will es der Gesetzgeber unter anderem ermöglichen, dass Ärztinnen und Ärzte – beispielsweise in Integrierten Notfallzentren und in ambulanten Notdiensten – Arzneimittel direkt an die Patientinnen und Patienten abgeben können. Preis dazu: „Das zwischen Apotheker- und Ärzteschaft etablierte Vier-Augen-Prinzip ist ein zentrales Element, um dem Fehl- und Missgebrauch von Medikamenten entgegenzuwirken. Die Apothekenpflicht stellt diese Schutzfunktion sicher. Sie kann ihre Wirkung aber nicht entfalten, wenn sie im ärztlichen Notdienst – wie jetzt geplant –umgangen wird. Das Gesetz schafft auch Parallelstrukturen in der Arzneimittelversorgung. Denn: Die flächendeckenden, rund um die Uhr geltenden Nacht- und Notdienstregelungen der Apotheken funktionieren bestens – es gibt also gar keinen Grund, in diesem Bereich gesetzgeberisch tätig zu werden.“
Am 15. Oktober hatte der Bundestag das Gesetz in 2./3. Lesung bereits beschlossen, bevor es nun am 4. November auf die Tagesordnung des Gesundheitsausschusses des Bundesrates gesetzt wird. Am 20. November soll das Plenum des Bundesrates über das Notfallversorgungsreformgesetz abstimmen. Die ABDA hat inzwischen eine aktualisierte Stellungnahme zu dem Vorhaben veröffentlicht.
Berlin – Die Bundesapothekerkammer hat ein Strategiepapier zur Krisenvorsorge durch Apotheken erarbeitet und beschlossen. Verabschiedet wurde es zudem vom Vorstand der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer, sagt: „Nur mit starken Apotheken kann die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung in Friedens- und Krisenzeiten verlässlich gewährleistet werden. Wir brauchen jede einzelne Apotheke, um auch in besonderen Lagen die Versorgung der Bevölkerung flächendeckend garantieren zu können.“
Die Stärke der Apotheken liegt laut Hoffmann darin, dass sie regional verankert und niedrigschwellig erreichbar sind und pharmazeutische mit logistischer Expertise verbinden. Damit sind Apotheken Gesundheitsknotenpunkte, Frühwarnsysteme und Sicherheitsanker.
Berlin, 13. Oktober 2026 – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) begrüßt, dass die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten mit Zytostatika gesichert bleibt, indem keine Ausschreibungen unter Apotheken eingeführt werden. Dagegen lehnt der Verband weiterhin die geplante Einführung von Ausschreibungen für Hilfsmittel ab, weil sie erhebliche Risiken für die Versorgung von Patientinnen und Patienten bergen. Morgen werden entsprechende Änderungsanträge zum Notfallreformgesetz im Gesundheitsausschuss des Bundestages beraten, bevor für Donnerstag die 2./3. Lesung im Plenum anberaumt ist. Um zusätzliche Einsparungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu erzielen, hatten die Regierungsfraktionen zuletzt Ausschreibungen für patientenindividuell hergestellte Krebsarzneimittel und für Hilfsmittel vorgesehen.
„Das Notfallreformgesetz enthält Licht und Schatten“, sagt DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann: „Es ist vernünftig, dass die Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten auch weiterhin nicht durch Ausschreibungen gestört wird und somit gesichert bleibt. Kurze Wege und eingespielte Prozesse zwischen behandelnder Arztpraxis, herstellender Apotheke und zu versorgenden Patientinnen und Patienten sind wesentliche Faktoren für eine sichere und hochwertige Versorgung vor Ort. Die Regierungsfraktionen haben das zum Glück rechtzeitig erkannt, zumal ein aktueller Schiedsspruch zur Preisbildung solcher Spezialrezepturen seit Anfang Oktober bereits einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr für die Krankenkassen einspart.“