Magdeburg -Sachsen-Anhalt hat ein leistungsfähiges Gesundheitswesen, welches in den vergangenen Jahren erheblichen Belastungen standgehalten hat. Trotz multipler Krisen, demografischer Herausforderungen und wachsender finanzieller Belastungen blieb die Versorgungssicherheit gewährleistet. Tag für Tag sichern tausende engagierte Menschen in Praxen, Apotheken, Kliniken und Pflegeeinrichtungen die medizinische Betreuung der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt. Unterstützt und begleitet werden sie von ihren Heilberufsvertretungen, Interessenverbänden und den gesetzlichen Krankenkassen. Gemeinsam tragen sie Verantwortung...
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnt vor dubiosen Online-Angeboten rund um die bevorstehende Einführung von Semaglutid-Tabletten zur Gewichtsreduktion. Ab September wird dieses verschreibungspflichtige Medikament voraussichtlich auch in Deutschland verfügbar sein. Schon jetzt werben zweifelhafte Internetportale mit der Verordnung und Vorbestellung des Arzneimittels.
ABDA-Präsident Thomas Preis erklärt: „Arzneimitteltherapiesicherheit entsteht nicht durch Klicks im Internet, sondern durch persönliche Beratung und pharmazeutische Kontrolle. Arzneimittel gegen Adipositas sind keine Lifestyle-Produkte, sondern hochwirksame Medikamente mit Risiken und Nebenwirkungen.“
Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat am heutigen Mittwoch erstmals eine Leitlinie zum kontinuierlichen Medikationsmanagement verabschiedet. Beim Medikationsmanagement betrachten und optimieren Apothekerinnen und Apotheker die gesamte Medikation einer Person über einen längeren Zeitraum. BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann: „Das interprofessionelle Medikationsmanagement hat im Modellprojekt ARMIN die Versorgung der Patientinnen und Patienten deutlich verbessert. Erfolgsfaktoren waren klar definierte Zuständigkeiten zwischen der Ärzteschaft und der Apothekerschaft. Unsere Leitlinie zum Medikationsmanagement konzentriert sich auf die pharmazeutischen Aufgaben. Wir wollen weiterhin eng mit der Ärzteschaft zusammenarbeiten. Die Therapiehoheit ist und bleibt ärztliche Aufgabe – daran rüttelt unsere Leitlinie nicht.“
Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände freut sich auf die Zusammenarbeit mit Dr. Carsten Linnemann als heute ernanntem, neuem Bundesgesundheitsminister. Zugleich bedankt sich ABDA-Präsident Thomas Preis bei der bisherigen Amtsinhaberin Nina Warken für den konstruktiven Austausch mit der Apothekerschaft sowie für ihre Beharrlichkeit bei der dringend notwendigen Stärkung der Apotheken, die sie mit der Apothekenreform trotz schwieriger Rahmenbedingungen umgesetzt hat.
Die Apotheken und die Anbieter von Apotheken-Softwaresystemen wollen gemeinsam die elektronische Patientenakte (ePA) für die Nutzung in den Apotheken intuitiver und effizienter gestalten. Das haben der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (ADAS) in einer Absichtserklärung („Letter of Intent“) vereinbart.
Berlin – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker begrüßen einzelne Neuerungen in der Arzneimittelversorgung, die am heutigen Freitag im Bundesrat im Rahmen einer Verordnung beschlossen werden sollen. Zugleich lehnen sie die finanzielle Schwächung der Apotheken ab, die ebenfalls am heutigen Freitag wenige Kilometer entfernt im Bundestag per Gesetz auf den Weg gebracht werden soll.
Im Bundesrat liegt den Ländern die „Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und weiterer Verordnungen“ zur Abstimmung vor. „Mit dieser Mantelverordnung kann ein für die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung von Bürgerinnen und Bürgern bedeutendes Apothekenreformpaket abgeschlossen werden“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Mit dem Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz hat der Bundestag den Leistungsumfang der Apotheken erst kürzlich durch Impfungen und neue Dienstleistungen erweitert. Zeitgleich hat die Bundesregierung das Honorar nach 13 Jahren Stillstand endlich angepasst. Um die Arzneimittelversorgung der Patientinnen und Patienten aber langfristig zu sichern, muss die Apothekenvergütung auch regelmäßig direkt mit den Krankenkassen ausgehandelt werden dürfen, um nicht weiterhin von den Kostensteigerungen abgekoppelt zu sein. Wir begrüßen diese Neuerung – ein weiterer, jahrelanger Honorarstillstand wäre für die Apotheken und ihre 160.000 Angestellten nicht mehr zu verkraften.“
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ruft die Bundestagsabgeordneten dringend dazu auf, von einer neuen finanziellen Belastung der rund 16.000 Apotheken abzusehen. Hintergrund ist: Am morgigen Mittwoch berät der Gesundheitsausschuss des Bundestages über das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz).
„Wir appellieren an die Abgeordneten im Gesundheitsausschuss: Greifen Sie das Votum des Bundesrats auf, lehnen Sie die von der Bundesregierung geplante unbefristete Erhöhung des Apothekenabschlags ab – und lassen Sie damit eine neuerliche Schwächung des Apothekenwesens nicht zu“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. Laut Gesetzentwurf will die Bundesregierung ab 2027 den Apothekenabschlag zugunsten der Krankenkassen von 1,77 auf 2,07 Euro pro verordnetem Medikament erhöhen. Damit wird das parallel auf 9,50 Euro erhöhte Festhonorar gleich wieder abgesenkt, obwohl die Koalition in ihrem Koalitionsvertrag eine klare Stärkung der Apotheken versprochen hatte.
Berlin – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker unterstützen das Ziel, die Finanzierung der Krankenkassen zu stabilisieren. Zugleich kritisieren sie eine geplante, erneute wirtschaftliche Belastung der Apotheken. Denn nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung sind weitere Belastungen schlichtweg überproportional und gefährlich. Das schreibt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer heutigen Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz). Am kommenden Montag findet eine öffentliche Anhörung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz im Gesundheitsausschuss des Bundestages in Berlin statt. Der Bundesrat hatte in seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2026 bereits eine zusätzliche finanzielle Belastung der Apotheken abgelehnt.