pharmacon fordert zentrale Position der Apothekerschaft bei Arzneimittelversorgung
Meran, 4. Juni 2026 – Die Apothekerschaft fordert eine zentrale Rolle bei gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen zur Arzneimittelversorgung. Das ist ein Ergebnis der gestrigen berufspolitischen Diskussion beim pharmacon Meran. „Nur mit den Apotheken ist die Versorgungskette vollständig“, sagte der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Dr. Armin Hoffmann. „Die Zukunft der Apotheke liegt in der Integration, nicht in der Abgrenzung. Wenn über Strukturen der Versorgung entschieden wird, darf die Apotheke nicht am Rand stehen. Wir werden unsere zentrale Rolle selbstbewusst einfordern.“ Der BAK-Vorstand diskutierte mit Kongressteilnehmenden über neue Dienstleistungen in den Apotheken.
Hoffmann betonte die besondere Rolle der Apotheken als Schnittstelle im Versorgungssystem, auch in der Primärversorgung. „Wir bringen die Versorgungsrealität ein – jeden Tag, flächendeckend und nah an den Patientinnen und Patienten. Bei uns laufen viele Informationen zusammen, von den Ärzten und auch aus der Pflege. Unsere Kompetenzen können deshalb viel stärker in patientenrelevante Entscheidungen einfließen.“