Örtliche Apotheke liefert Arzneimittel innerhalb weniger Stunden sogar bis an die Haustür

Oberbürgermeister Torsten Zugehör mit Apothekerin Birgit Biernoth (Quelle: Cyrano)

„Apotheken prägen unser Stadtbild entscheidend mit. Ihre Schaufenster signalisieren für mich immer Hilfe und Kompetenz. Das ist ein Gewinn für eine Kommune. Und wenn, wie wir hier in der Lutherstadt Wittenberg, die Stadt normalerweise stark von Touristen geprägt ist, dann gehören Apotheken für mich mit zur unverzichtbaren Infrastruktur“, erklärt das Stadtoberhaupt Torsten Zugehör. Und er ergänzt: „In der jetzigen Pandemielage zeigt sich die starke Leistungskraft der Apotheken. Kaum jemand würdigt die Tatsache, dass die örtliche Apotheke ihre Patienten viel schneller versorgen kann als der Versandhandel.“

Damit die Apotheken auch in Zukunft vor Ort erhalten bleiben, stellte sich Torsten Zugehör, Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg, für ein Fotoshooting zur Verfügung. Er unterstützt eine Aktion der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Im Mittelpunkt steht dort die langfristig sichere, schnelle und wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln. Bundesweit haben sich bereits über 200 Bürgermeister dieser Aktion angeschlossen.

Die örtliche Apothekenlandschaft gerät durch die zunehmende Konkurrenz aus dem Internet in gefährliches Fahrwasser. Da ausländische Versender mit Rabatten ihre Kundschaft anwerben, unterliegen die Preise der verschreibungspflichtigen Arzneimittel nun einem teilweise ruinösem Preiswettbewerb. Wohin dieser Wettbewerb im Gesundheitsbereich allerdings auch führen kann, zeigten die teils ausufernden Preise bei Desinfektionsmitteln oder bei Atemschutzmasken zu Beginn der Pandemie. „Mangel führt zu überzogenen Preisen. Angesichts der vielen Lieferengpässe bei Arzneimitteln möchte ich mir nicht ausmalen, welche Folgen freie Preise hätten. Darum gelten in Deutschland bundesweit gleiche Arzneimittelpreise für verschreibungspflichtige Medikamente. Das ist gut so, denn eine Preisfreigabe würde generell nur zu Lasten der Bürger gehen“, erklärt Birgit Biernoth, Inhaberin der Lucas-Cranach-Apotheke.

Und sie verdeutlicht: „Der Versandhandel leistet keine persönliche Versorgung über 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche wie es die Vor-Ort-Apotheken tun. Auch in der COVID-19-Pandemie-Zeit haben die Apotheken durchgehend geöffnet und sind für ihre Patienten da. Wir versorgen mit Abstand aber ohne Distanz unsere Patienten und sind zumeist erster Ansprechpartner für Gesundheitsfragen, gerade in der jetzigen Situation.“ Birgit Biernoth vertritt die Apotheker des Landkreises Wittenberg als Mitglied des erweiterten Vorstands des Landesapothekerverbands Sachsen-Anhalt und sie ist Mitglied der Apothekerkammer.  

Birgit Biernoth spricht dabei für alle Apothekeninhaber der Region. Sie sagt: „Heute können wir zusichern, dass wir fast alle Arzneimittel, wenn sie nicht in der Apotheke vorrätig sind, innerhalb von wenigen Stunden liefern können. Wenn es nötig ist, bringt unser Botendienst die Arzneimittel sogar bis ans Krankenbett und erläutert die Einnahme. Dieser Service droht zu verschwinden, wenn künftig die Arzneimittel vermehrt per Mausklick geordert werden, weil der Versandhandel dann unsere Apothekengeschäfte unrentabel macht. Nur vom Notdienst kann niemand überleben.“

Die Aktion im Internet:

https://www.einfach-unverzichtbar.de/kacheln/sachsen-anhalt/

 

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