Mitgliederversammlung beschließt Fusion – Mitteldeutscher Apothekenverband nimmt letzte Hürde
Leipzig, 19. August 2026 – Die Mitglieder des Sächsischen Apothekerverbandes haben auf ihrer heutigen Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit der Aufnahme des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt und des Thüringer Apothekerverbandes zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die Verschmelzung der drei Landesapothekerverbände zum Mitteldeutschen Apothekenverband. Nachdem die Mitgliederversammlungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen bereits im Juli ihre Zustimmung erteilt hatten, wurde mit dem heutigen Beschluss die letzte noch ausstehende Entscheidung getroffen.
„Es geht uns bei der Fusion nicht nur darum, die Strukturen angesichts sinkender Mitgliederzahlen, die durch die zunehmenden Apothekenschließungen bedingt sind, effizienter zu gestalten“, betonte der Vorsitzende des Sächsischen Apothekerverbandes, Thomas Dittrich. „Vor allem schaffen wir ein deutlich stärkeres Gegengewicht gegenüber großen Verhandlungspartnern wie den Krankenkassen, bundespolitischen Akteuren und weiteren Marktpartnern. Mit der Fusion entsteht nach der Anzahl der Apothekenbetriebsstätten der viertgrößte Landesapothekerverband Deutschlands.“
Auch Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt, unterstreicht die strategische Bedeutung des Zusammenschlusses: „Bereits vor zehn Jahren haben wir erstmals über eine Fusion gesprochen. Damals war die Zeit noch nicht reif. Heute sind die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Europäische Entwicklungen, gesundheitspolitische Herausforderungen und der wachsende Einfluss großer Marktakteure machen eine starke gemeinsame Interessenvertretung wichtiger denn je.“
Stefan Fink, Vorsitzender des Thüringer Apothekerverbandes, sieht in der Fusion vor allem ein starkes Signal der Geschlossenheit: „Wir haben uns aus eigener Überzeugung und auf Augenhöhe dafür entschieden, unsere Kräfte zu bündeln. Aus drei starken Landesverbänden entsteht nun eine gemeinsame Interessenvertretung, die regional fest verwurzelt ist und zugleich mit größerem Gewicht für die Anliegen der Apotheken eintreten kann. Entscheidend ist für mich: Wir bewahren unsere regionale Identität und gewinnen gleichzeitig an gemeinsamer Stärke. Erfolg ist auch in der Berufspolitik vor allem eines: ein Wir.“
Mit der Zustimmung aller drei Mitgliederversammlungen ist der verbandliche Beschlussprozess abgeschlossen. In den kommenden Wochen und Monaten erfolgt die Eintragung der Verschmelzung in die jeweiligen Vereinsregister. Mit diesem Schritt werden sowohl die Verschmelzung als auch die Satzung des Mitteldeutschen Apothekenverbandes rechtskräftig.
Anschließend werden die Mitglieder des neuen Verbandes einen paritätisch besetzten Vorstand sowie eine Delegiertenversammlung wählen. Parallel dazu werden die drei weiterhin bestehenden Geschäftsstellen in Leipzig, Magdeburg und Erfurt ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aufbau gemeinsamer IT-Strukturen und der Vereinheitlichung von Verwaltungs- und Serviceaufgaben. Ziel ist es, die bewährte regionale Betreuung der Mitglieder zu erhalten und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des neuen Verbandes nachhaltig zu stärken.
Mit dem Mitteldeutschen Apothekenverband entsteht eine starke Interessenvertretung für die öffentlichen Apotheken in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der neue Verband mit Sitz in Leipzig wird die berufspolitischen, wirtschaftlichen und vertraglichen Interessen von mehr als 1.300 Apothekeninhaber:innen und damit über 1.800 Betriebsstätten auf Landes- und Bundesebene vertreten.
Pressekontakt:
Dr. Kathrin Quellmalz
Sächsischer Apothekerverband e. V.
Tel. 01774215974
Mail: quellmalz@sav-net.de

Foto v.l.n.r: Mathias Arnold (Vorsitzender LAV Sachsen-Anhalt); Thomas Dittrich (Vorsitzender SAV); Stefan Fink (Vorsitzender Thüringer Apothekerverband)
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Pressemitteilung Fusion zum MAV.pdf (132,0 KiB)