Lieferengpässe werden zum Drahtseilakt der Arzneimittel-Versorgung

Bürgermeister Philipp Stark und Apothekerin Rotraud Nielebock beim Fotoshooting (Quelle: Agentur Cyrano)

Burg. Bei einer bundesweiten Aktion der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V., bei dem die langfristig sichere, schnelle und wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln im Mittelpunkt stand, begrüßte Bürgermeister Philipp Stark seine Gäste mit den Worten: „Ich finde es ausdrücklich gut, dass unsere Bürgerinnen und Bürger in der Stadt noch persönliche Beratungs- und Versorgungsangebote bei Erkrankungen vorfinden. Sechs Apotheken haben wir im Stadtbild, die sich um Fragen zu Arzneimitteln unserer Patientinnen und Patienten kümmern. Diese Daseinsvorsorge ist immens wichtig.“ Er ist damit inzwischen einer von bereits über 230 Bürgermeistern, die sich dieser Aktion angeschlossen haben.

In den vergangenen zwei Jahren zeigte sich deutlich, dass Apotheken zur unverzichtbaren Infrastruktur gehören. Laut Bürgermeister Stark waren die Apotheken eine wichtige Stütze, um in der Pandemie verlässlich ihre Patienten mit Arzneimitteln zu versorgen. „Sie haben darüber hinaus aber noch viel mehr Verantwortung übernommen. Immer wenn es notwendig war, erweiterten sie kurzfristig ihre Aufgaben, wie beispielsweise mit der Übernahme des Testens auf eine Corona-Erkrankung.“

Dem konnte sich Apothekerin Rotraud Nielebock nur anschließen. Sie führt Die Rats-Apotheke in Burg und hatte für das Fotoshooting die Türen geöffnet. Rotraud Nielebock erklärte in diesem Zusammenhang, dass Apotheken deutlich mehr leisten, als die von vielen wahrgenommene reine Arzneimittelabgabe. „Als es keine Desinfektionsmittel gab, haben wir diese kurzerhand selbst hergestellt. Oder auch die Verteilung der Schutzmasken übernahmen wir, ohne zu wissen, woher wir diese selbst dafür ordern sollten. Und wenn jemand so erkrankt ist und den Weg in die Apotheke nicht mehr schafft, den versorgen wir über unserem Botendienst. So wird kein Patient allein gelassen und immer zeitnah und Fachkompetent betreut. Gerade in der Anfangszeit der Pandemie brachte uns das sehr viel Dankbarkeit ein“, freute sie sich über den Zuspruch ihrer Patienten.

Doch für die Burger Apotheken ist die Versorgung mit Arzneimitteln zunehmend ein Drahtseilakt. „Wir kämpfen massiv mit Lieferengpässen. Auch macht uns der Fachkräftemangel zu schaffen. Momentan ist die Lage befriedigend, aber wenn wir nicht eine bald eine dynamisierte Honorierung bekommen, dann wird es immer schwerer, eine Apotheke wirtschaftlich solide zu führen und das Personal auch entsprechend zu entlohnen“, erklärte sie dem Bürgermeister.

Die Aktion im Internet:

https://www.einfach-unverzichtbar.de/kacheln/sachsen-anhalt/

 

Zurück