22. Wirtschaftstage – Anspruchsvolle Themen regten interne und externe Diskussion an

Die digitale Zukunft der Apotheken und securPharm waren am 22. und 23. September wirkliche Aufregerthemen, die die rund 50 anwesenden Apotheker noch weit über Wernigerode hinaus zum Diskutieren anregen. Es war deutlich zu spüren, dass die Inhalte der 22. Wirtschaftstage den Nerv der Apothekerseele getroffen haben. Schließlich ist die Frage um die Zukunft der vernetzten Apotheke noch lange nicht beantwortet und auch bei securPharm gibt es noch viele Baustellen, die bearbeitet werden müssen, um sich im Praxisalltag zu bewiesen. „Es war richtig, hier auf den Wirtschaftstagen die Diskussion zu beginnen. Zumindest die anwesenden Apotheker haben die Ernsthaftigkeit des Projekts begriffen und werden sich hoffentlich zügig mit den Anmeldeformalitäten im N-Ident beschäftigen“, so Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt, im Nachgang der erfolgreichen 22. Wirtschaftstage von Wernigerode.

Neben diesen wichtigen Zukunftsfragen kam aber auch der Umgang mit dem Patienten nicht zu kurz. Die Tipps zum richtigen Dialog mit schwierigen Kunden kamen besonders gut an sowie auch die praktischen Erfahrungen und Hinweise zum Einsatz der leichten Sprache in der Apotheke. Diese soll die Hürde für Menschen mit Handicap verringern und so die richtige Einnahme von Arzneimitteln befördern.

Eröffnet wurden die Wirtschaftstage mit einem Grußwort von Tobias Krull, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt. Krull unterstrich noch einmal, wie wichtig der Union die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch die Apotheke vor Ort ist. „Die Apotheke ist sozialer Treffpunkt in den jeweiligen Gemeinden. Wir werden alles tun, damit die Apotheke vor Ort eine Zukunft hat“, sagte er. Seine Partei stünde als Partner im Dialog weiter zur Verfügung. Und doch hoffte Krull schmunzelnd, nicht allzu oft Kunde in der Apotheke zu sein. Wenn es aber doch mal nötig sein sollte, dann möchte er in der Apotheke um die Ecke versorgt werden und nicht erst den Onlinehandel bemühen müssen. 

Der Sonnabend stand dann ganz im Zeichen der LAV-Mitgliederversammlung, in der Mathias Arnold umfassend über wichtige Zukunftsfragen referierte. Der Arbeits-Schwerpunkt der kommenden Monate besteht weiterhin darin, ein Verbot des Rx-Versands zu erwirken. Außerdem wird der Fokus auf eine sichere und zukunftsfeste Honorierung von Apothekenleistungen liegen. (Quelle Text und Fotos: Katrin Pohl)

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