Hausapotheke einmal pro Jahr überprüfen

Berlin, 6. Mai 2021 – Die Hausapotheke sollte einmal pro Jahr überprüft
werden. „Dabei geht es in erster Linie darum, abgelaufene, unbrauchbare oder
nicht mehr benötigte Arzneimittel auszusortieren und gleichzeitig zu überprüfen,
ob für Notfälle die richtigen Arzneimittel griffbereit sind“, sagt Apotheker Dr.
Hannes Müller vom Geschäftsführenden Vorstand der
Bundesapothekerkammer.
Auf jeder Arzneimittelpackung ist ein Verfalldatum aufgedruckt. Ist dieses
überschritten, sollte das Medikament nicht mehr verwendet werden. Zu lange
gelagerte Arzneimittel können unbrauchbar werden, ohne dass dies äußerlich
erkennbar ist. Müller: „Das Verfalldatum ist nicht verhandelbar. Es ist im
Gegensatz zum Mindesthaltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln mehr als eine
Empfehlung. Bei zu lange gelagerten Arzneimitteln ist in aller Regel äußerlich
nicht erkennbar, ob sie noch wirksam, sicher und unbedenklich sind. Deshalb
rate ich eindringlich davon ab, Arzneimittel nach dem Ablauf des Verfalldatums
noch anzuwenden.“
Nicht mehr benötigte Arzneimittel können in der Regel mit dem Hausmüll
entsorgt werden. In den meisten Kommunen wird der Restmüll verbrannt und
die Altarzneimittel werden damit sicher vernichtet. Müller rät davon ab,
Arzneimittelreste über die Toilette zu entsorgen, da dies das Abwasser unnötig
belastet. Auch flüssige Arzneimittel wie zum Beispiel Hustensäfte sollten in den
Restmüll.
In die Hausapotheke gehören individuell benötigte Medikamente und Präparate
gegen akute Erkrankungen wie zum Beispiel Durchfall. Die
Bundesapothekerkammer hat eine Checkliste veröffentlicht, die an die
individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. „Was genau in die
Hausapotheke gehört, hängt auch von den individuellen Lebensumständen ab.
Familien mit kleinen Kindern brauchen eine andere Hausapotheke als sportliche
Singles. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten“, rät Müller.
Weitere Informationen unter www.abda.de
Ansprechpartner:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030 40004-132, presse@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030 40004-134,
u.sellerberg@abda.de

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