Erste Grippeimpfstoffe sind an Arztpraxen ausgeliefert

Magdeburg. Noch beherrscht die Coronapandemie und der bei zahlreichen Menschen fehlende Coronaimpfschutz das thematische Tagesgeschehen. Trotzdem sollte nicht vergessen werden, sich gegen eine Grippeerkrankung zu schützen. „Die ersten Grippe-Impfstoffdosen sind in den Apotheken eingetroffen und an die Arztpraxen ausgeliefert worden“, erklärt Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt (LAV). 

Aus den vom Deutschen Arzneiprüfungsinstitut e. V. (DAPI) vorliegenden Zahlen geht hervor, dass die sachsen-anhaltinischen Apotheken im Jahr 2020 930.000 Influenza-Impfdosen abgegeben haben. Arnold: „Das ist bemerkenswert. In den Jahren zuvor hatten wir landesweit auch schon hohe Impfquoten. Aber im vergangenen Herbst/Winter ließen sich noch mehr Personen impfen. Im Vergleich: 2019 wurden 774.000 Influenza-Impfdosen abgegeben und 2018 786.000.“

Neu ist in diesem Herbst, dass Versicherte, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe Anspruch auf eine Influenza-Hochdosis-Schutzimpfung gegen Influenza haben. „Ob der inaktivierte quadrivalente Influenza-Impfstoff oder Influenza-Hochdosis-Impfstoff angewendet wird, entscheidet allein der Arzt. Wichtig aber ist, sich zügig gegen Influenza impfen zu lassen. So ist man im Falle einer anstehenden Grippewelle gut geschützt“, rät der Apotheker.

Eine Impfung empfiehlt sich für Personen mit chronischen Grundleiden. Besonders wichtig ist der Impfschutz für Schwangere. Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen gehören ebenfalls zu den Risikogruppen, weshalb auch hier ein Augenmerk auf den rechtzeitigen Impfschutz gelegt werden sollte. Säuglinge können bereits ab dem 7. Lebensmonat immunisiert werden.

Weiterhin wird allen Bürgern über 60 Jahren die Impfung nahe gelegt, da bei ihnen die körpereigene Abwehr häufig eingeschränkt ist. Bei allen diesen gefährdeten Personen kommt es im Falle einer Virusgrippe häufig zu Komplikationen im Krankheitsverlauf, etwa zu Lungenentzündungen, die auch tödlich verlaufen können.

Darüber hinaus wird die Grippeschutzimpfung auch für Personen empfohlen, die im Beruf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder diese Infektion auf andere übertragen können, z.B. medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei, Lehrkräfte. Auch wer häufig Kontakt zu größeren Gruppen von Menschen hat (etwa Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr), sollte zur Impfung gehen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Katrin Pohl, Journalistische Kommunikation, Tel.: 0391 - 8 111 222

 

Zurück