Erfolgreiche Kundgebung in Dresden - Gemeinsam für eine sichere Perspektive
Dresden - Insgesamt fünf Busse starteten von Magdeburg und Halle, zahlreiche Teams nahmen die eigenen Autos und auch mit dem Zug reisten etliche Apotheker und ihre Mitarbeiter zur Protestkundgebung allein aus Sachsen-Anhalt nach Dresden. Mit 3.500 Teilnehmerinnen aus Brandenburg, Dresden, Sachsen, Thüringen und unserem Bundesland fand am 29. November 2023 eine erfolgreiche, vorerst letzte Kundgebung, auf dem Theaterplatz vor der Semperoper in Dresden statt.
Lautstark mit Trillerpfeifen und Rufen wurde der Fokus auf die bundesweit bedrohliche Versorgungssituation mit Arzneimitteln gerichtet. Zugleich war es auch ein Protest für eine gesicherte Zukunft der Apotheke vor Ort und für eine landesweit sichere und zuverlässige Versorgung mit Arzneimitteln. Apotheken brauchen für sich und ihre Patienten Planungssicherheit und eine Perspektive. Mittlerweile ist der wirtschaftliche Druck so groß, dass etliche Apotheken in bedrohliche Schieflagen geraten, wenn nicht bald eine Honoraranpassung kommt. Zusätzlich ächzen die Apotheken unter einer erdrückenden bürokratischen Last und die nicht nachvollziehbaren Regressforderungen der Krankenkassen nehmen teilweise existenzbedrohende Formen an.
„Dresden hat gezeigt, dass wir zusammen stark sind und uns dieser Zusammenhalt bindet. Keiner ist allein und zusammen bilden wir eine eindrucksvolle Einheit“, resümiert Thomas Rößler, stellvertretender Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt (LAV). Mit diesem Eindruck ging eine zweistündige Protestkundgebung zu Ende. Nun wird die Zukunft zeigen, ob genügend Gehör bei der Politik gefunden worden ist und die Sorgen der Apotheker ernst genommen werden.
Quelle Fotos: LAV/Veith und Pohl