Apotheker sind die Experten für Arzneimittel: Örtliche Versorgung in Pandemiezeit durchgehend gesichert

Fotoshooting Wernigerode (Quelle: Katrin Pohl)

„Wir sehen den Menschen und das Rezept mit dem verordneten Arzneimittel vor uns. Stimmt etwas nicht, weil die Dosierung beispielsweise anders als gewohnt ist oder weil wir Wechselwirkungen erkennen, dann können wir direkt und unkompliziert helfen. Das geht aber nur, wenn die Patienten in unser Apotheke vor Ort versorgt werden und auf unser fachliches Wissen zurückgreifen“, erklärt Dr. Christina Schlage, Inhaberin der Hirsch-Apotheke in Wernigerode im Gespräch mit Oberbürgermeister Peter Gaffert. Hintergrund für das Zusammentreffen war ein Fotoshooting der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Im Mittelpunkt steht dort die langfristig sichere, schnelle und wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln. Bundesweit haben sich bereits über 200 Bürgermeister dieser Aktion angeschlossen.

Apotheken gehören zur unverzichtbaren Infrastruktur. Das verdeutlicht die jetzige Pandemielage. Wie wichtig eine gute Versorgung durch die örtliche Apotheke ist, zeigt sich aber nicht erst in der Krise. Doch dann besonders. „Kurze Wege und der persönliche Kontakt mit den Mitarbeitern in der Apotheke sind unverzichtbare Inhalte der wohnortnahen medizinische Betreuung für unsere Bürger. Da wir sehr stark touristisch frequentiert sind, sorgen die elf Apotheken in Wernigerode außerdem gut für unsere Gäste. Und da ich weiß, wie sehr der Internethandel dem örtlichen Handel und auch den Apotheken zu schaffen macht, hoffe und wünsche ich sehr, dass der Wert der persönlichen vor-Ort-Betreuung erkannt und von den Patienten bewusst genutzt wird“, blickt Oberbürgermeister Peter Gaffert optimistisch in die Zukunft.

Doch der Internethandel bedroht die örtliche Versorgung durch die Apotheken  zunehmend. Aber Online wird es keine persönliche Betreuung über 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geben. Dr. Schlage: „Auch jetzt, in der COVID-19-Pandemie waren wir durchweg für unsere Patienten da. Wer sich wegen der Infektionsgefahr nicht aus dem Haus traut, dem helfen wir mit unserem Botendienst. So wird kein Patient allein gelassen. Die sichere und zuverlässige Arzneimittelversorgung mit notwendigem Abstand aber ohne Distanz ist jederzeit gewährleistet.  Patienten, die heute ein dringend benötigtes Antibiotikum brauchen, erhalten es in den Vor-Ort-Apotheken umgehend. Um diese Leistungen weiterhin anbieten zu können, brauchen wir jedoch bundesweit gleiche Arzneimittelpreise.“

Die Lieferengpässe und daraus folgenden Preisexplosionen bei Desinfektionsmitteln und Schutzbekleidungen zeigten, wohin eine Preisfreigabe führen kann. Diese geht allein zu Lasten der Patienten. Das sollte jeder im Hinterkopf behalten, wenn er heute ein vermeintliches Schnäppchen im Internet findet. „Wir stellen uns gern dem Wettbewerb um beste Versorgungs- und Beratungsqualität. Einen Preiswettbewerb gegen ausländische Großkonzerne gewinnen wir nicht. Viele Patienten haben großes Vertrauen in unsere Arbeit. Bei pharmazeutischen Problemen oder bei Lieferschwierigkeiten von Arzneimitteln bleiben wir die Lösungsfinder“, erklärt die engagierte Apothekerin.

Die Aktion im Internet: https://www.einfach-unverzichtbar.de/kacheln/sachsen-anhalt/

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