2026
Bundestag und Bundesrat: Neue Chancen, aber auch Risiken für die Arzneimittelversorgung
Berlin – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker begrüßen einzelne Neuerungen in der Arzneimittelversorgung, die am heutigen Freitag im Bundesrat im Rahmen einer Verordnung beschlossen werden sollen. Zugleich lehnen sie die finanzielle Schwächung der Apotheken ab, die ebenfalls am heutigen Freitag wenige Kilometer entfernt im Bundestag per Gesetz auf den Weg gebracht werden soll.
Im Bundesrat liegt den Ländern die „Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und weiterer Verordnungen“ zur Abstimmung vor. „Mit dieser Mantelverordnung kann ein für die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung von Bürgerinnen und Bürgern bedeutendes Apothekenreformpaket abgeschlossen werden“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Mit dem Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz hat der Bundestag den Leistungsumfang der Apotheken erst kürzlich durch Impfungen und neue Dienstleistungen erweitert. Zeitgleich hat die Bundesregierung das Honorar nach 13 Jahren Stillstand endlich angepasst. Um die Arzneimittelversorgung der Patientinnen und Patienten aber langfristig zu sichern, muss die Apothekenvergütung auch regelmäßig direkt mit den Krankenkassen ausgehandelt werden dürfen, um nicht weiterhin von den Kostensteigerungen abgekoppelt zu sein. Wir begrüßen diese Neuerung – ein weiterer, jahrelanger Honorarstillstand wäre für die Apotheken und ihre 160.000 Angestellten nicht mehr zu verkraften.“
Krankenkassen sanieren, ohne Apotheken zu schwächen
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ruft die Bundestagsabgeordneten dringend dazu auf, von einer neuen finanziellen Belastung der rund 16.000 Apotheken abzusehen. Hintergrund ist: Am morgigen Mittwoch berät der Gesundheitsausschuss des Bundestages über das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz).
„Wir appellieren an die Abgeordneten im Gesundheitsausschuss: Greifen Sie das Votum des Bundesrats auf, lehnen Sie die von der Bundesregierung geplante unbefristete Erhöhung des Apothekenabschlags ab – und lassen Sie damit eine neuerliche Schwächung des Apothekenwesens nicht zu“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. Laut Gesetzentwurf will die Bundesregierung ab 2027 den Apothekenabschlag zugunsten der Krankenkassen von 1,77 auf 2,07 Euro pro verordnetem Medikament erhöhen. Damit wird das parallel auf 9,50 Euro erhöhte Festhonorar gleich wieder abgesenkt, obwohl die Koalition in ihrem Koalitionsvertrag eine klare Stärkung der Apotheken versprochen hatte.
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Spargesetz: Apotheken haben schon Milliarden eingespart – neue Belastungen nicht möglich
Berlin – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker unterstützen das Ziel, die Finanzierung der Krankenkassen zu stabilisieren. Zugleich kritisieren sie eine geplante, erneute wirtschaftliche Belastung der Apotheken. Denn nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung sind weitere Belastungen schlichtweg überproportional und gefährlich. Das schreibt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer heutigen Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz). Am kommenden Montag findet eine öffentliche Anhörung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz im Gesundheitsausschuss des Bundestages in Berlin statt. Der Bundesrat hatte in seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2026 bereits eine zusätzliche finanzielle Belastung der Apotheken abgelehnt.
Vor Hitzewelle in der Apotheke beraten lassen
Berlin – Der Sommer ist da und die nächste Hitzewelle steht unmittelbar bevor. Auch auf die Arzneimitteltherapie kann sich die Hitze auswirken: „Wer längerfristig Arzneimittel braucht, sollte in der Apotheke vor Ort nachfragen, ob eine Dosisanpassung oder andere Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind“, rät Stephanie Tiede, Apothekerin und Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer. „Zwei, drei heiße Tage sind in der Regel kein Problem. Aber auf eine längere Hitzeperiode sollte man sich besser vorbereiten. Die Beratung in der Apotheke empfehle ich vor allem Menschen, die dauerhaft rezeptpflichtige Arzneimittel brauchen.“
Bei einer Hitzewelle problematisch sind zum Beispiel arzneimittelhaltige Pflaster, die unter anderem gegen starke Schmerzen verordnet werden. Ihr Wirkstoff wird in der Haut resorbiert und gelangt so ins Blut. Bei Hitze wird die Haut besser durchblutet, dadurch wird mehr Arzneistoff aufgenommen. Tiede: „Eine unabsichtliche Überdosierung könnte unter anderem den Atemreflex verringern. Das kann lebensgefährlich werden. Mein dringender Rat an alle Patientinnen oder Patienten, die solche Pflaster brauchen: Bitte ändern Sie nicht auf eigene Faust etwas an der Dosierung, sondern sprechen Sie zuerst mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker.“ Die Wirkung der Pflaster hält noch einige Zeit an, nachdem das Pflaster von der Haut abgelöst wurde.
Apotheken: Erst stärken, dann sparen?
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände kritisiert die widersprüchliche Gesundheitspolitik der Bundesregierung – und fordert sie dazu auf, sich klar zur notwendigen Stärkung der Apotheken zu bekennen. Während die Kompetenzen der Apothekenteams durch das Apothekenreformgesetz noch stärker in die Versorgung eingebunden werden sollen, drohen ihnen durch ein Kassenspargesetz neue finanzielle Belastungen. Am morgigen Freitag werden beide Gesetze parallel in Bundestag und Bundesrat beraten.
„Die Politik will die Apotheken stärken – und nimmt ihnen gleichzeitig wieder Geld weg. Das passt nicht zusammen“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis: „Wer in Zukunft neue pharmazeutische Dienstleistungen, mehr Impfungen und Gesundheitstests von den Apotheken erwartet, muss gleichzeitig dafür sorgen, dass die Apotheken auf einer wirtschaftlich gesunden Basis agieren. Für die Erbringung neuer Versorgungsleistungen, von denen die Menschen in unserem Land profitieren werden, müssen die Apothekenbetriebe investieren – mehr Personal, die geeigneten Räumlichkeiten, etc. Neue finanzielle Belastungen sind daher ein falsches Signal für die Versorgung vor Ort. Die Apotheken brauchen Planungssicherheit – keine Widersprüche. Bund und Länder müssen die angekündigte Stärkung der Apotheken konsequent umsetzen und dürfen sie nicht durch Sparmaßnahmen unterlaufen.“
Studie: Für 4 Millionen Menschen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke
Berlin – Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger müssen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen. Damit leben 4,9 Prozent der 82,6 Millionen Menschen in Deutschland in einer mit Arzneimitteln schwach versorgten Region. Die absolute Zahl der vom Apothekenmangel betroffenen Menschen ist in Bayern besonders hoch (knapp 900.000 Menschen), während in Mecklenburg-Vorpommern ein besonders großer Anteil der Bevölkerung (21,7 Prozent) weite Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss. Das zeigt die Studie „Untersuchung der Entfernungen zwischen Apotheken und der betroffenen Bevölkerung“ der ILS Research gGmbH, die im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erstellt wurde.
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Frühlingsfest der Apotheker: Strukturen stärken und Kompetenzen bündeln
Magdeburg - Die Herausforderungen für das Gesundheitswesen wachsen rasant. Der demografische Wandel führt dazu, dass immer mehr Menschen auf medizinische und pharmazeutische Betreuung angewiesen sind, während gleichzeitig Fachkräfte fehlen. „Besonders ältere Menschen, chronisch Erkrankte und Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen sind auf eine wohnortnahe Versorgung angewiesen. Darum müssen die vorhandenen Strukturen gestärkt und die Kompetenzen aller Gesundheitsberufe bestmöglich gebündelt werden...
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Viele Menschen greifen unnötig zu Nahrungsergänzungsmitteln
Meran, 4. Juni 2026 – Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, obwohl sie diese oft gar nicht brauchen. „Im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel den Überblick zu behalten ist schwierig – viele Menschen verlassen sich auf unhaltbare Werbeversprechen und glauben fälschlicherweise, unterversorgt zu sein“, sagte Professor Dr. Mona Tawab beim Fortbildungskongress pharmacon Meran. Sie ist Wissenschaftliche Leiterin des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL) in Eschborn.
Rund die Hälfte der Bundesbürger glaubt fälschlicherweise, dass Nahrungsergänzungsmittel das gleiche wie Arzneimittel sind und auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft seien. Tawab: „In den sozialen Medien wird oft das Blaue vom Himmel versprochen, Studienergebnisse verdreht oder Fakten schlicht erfunden. Deshalb ist es unverzichtbar, dass das Apothekenteam mit kompetenzbasierter Beratung und patientenindividuellen Empfehlungen die Gesundheitskompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher stärkt.“
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pharmacon fordert zentrale Position der Apothekerschaft bei Arzneimittelversorgung
Meran, 4. Juni 2026 – Die Apothekerschaft fordert eine zentrale Rolle bei gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen zur Arzneimittelversorgung. Das ist ein Ergebnis der gestrigen berufspolitischen Diskussion beim pharmacon Meran. „Nur mit den Apotheken ist die Versorgungskette vollständig“, sagte der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Dr. Armin Hoffmann. „Die Zukunft der Apotheke liegt in der Integration, nicht in der Abgrenzung. Wenn über Strukturen der Versorgung entschieden wird, darf die Apotheke nicht am Rand stehen. Wir werden unsere zentrale Rolle selbstbewusst einfordern.“ Der BAK-Vorstand diskutierte mit Kongressteilnehmenden über neue Dienstleistungen in den Apotheken.
Hoffmann betonte die besondere Rolle der Apotheken als Schnittstelle im Versorgungssystem, auch in der Primärversorgung. „Wir bringen die Versorgungsrealität ein – jeden Tag, flächendeckend und nah an den Patientinnen und Patienten. Bei uns laufen viele Informationen zusammen, von den Ärzten und auch aus der Pflege. Unsere Kompetenzen können deshalb viel stärker in patientenrelevante Entscheidungen einfließen.“
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Preis zum Apothekenhonorar: Koalitionsvertrag wird endlich umgesetzt
Berlin – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker begrüßen die Pläne der Bundesregierung zur Stärkung der Apotheken. Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch eine Verordnung beschlossen, nach der das Apothekenhonorar zum ersten Mal seit 2013 erhöht werden soll. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände kritisiert allerdings, dass diese Anpassung nur stufenweise erfolgt und durch neue Sparmaßnahmen der Bundesregierung teilweise sogar wieder aufgehoben werden soll.
„Seit 13 Jahren wurde das Apothekenhonorar nicht angepasst – jede fünfte Apotheke musste seitdem schließen. Um das Apothekensterben zu stoppen und die Arzneimittelversorgung für Bürgerinnen und Bürger zu sichern, war die Erhöhung unseres Honorars längst überfällig“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. „Mit seinem Beschluss setzt das Bundeskabinett endlich die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Erhöhung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament um. Die Verordnung ist ein richtiges Signal an die Apotheken, das viel früher hätte kommen müssen. Mit der nur schrittweisen Honorarerhöhung tritt allerdings eine gefährliche Verzögerung der Apothekenstabilisierung ein. Und mit der ebenfalls von der Bundesregierung geplanten Erhöhung des sogenannten Apothekenabschlags auf 2,07 Euro pro verordnetem Medikament will die Bundesregierung das Honorar ab dem kommenden Jahr sogar gleich wieder kürzen. Es ist nicht verständlich, warum die Koalition die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung durch die Apotheken nur halbherzig stärkt. Denn klar ist doch: Mehr Menschen müssen weitere Wege in Kauf nehmen, wenn die wohnortnahe Arzneimittelversorgung weiter ausdünnt.“
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Tag der Apotheke: Dienstleistungen heute, Primärversorgung morgen
Berlin – Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland könnte schneller und effizienter werden, wenn Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen in der Primärversorgung übernehmen würden. Die Apothekerinnen und Apotheker sind bereit, hier mehr Verantwortung zu übernehmen und wollen das Thema Primärversorgung gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen aktiv mitgestalten. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände legt zum diesjährigen Tag der Apotheke am 7. Juni das Positionspapier „Die zukünftige Rolle der Apotheke in der Primärversorgung“ vor, um damit eine notwendige Debatte in Politik, Gesellschaft und Gesundheitswesen anzustoßen. Primärversorgung ist definiert als erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem – also dort, wo Menschen zuerst Hilfe suchen, wo häufige Gesundheitsprobleme behandelt werden und wo man sie begleitet, berät und bei Bedarf weiterverweist. Das Positionspapier geht weit über die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen und Aufgabenbereiche hinaus, die im kürzlich vom Bundestag beschlossenen Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) enthalten sind.
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Pharmacon Meran: Durchfall durch Hygiene oft vermeidbar
Meran – Durchfallerkrankungen werden oft durch unbeabsichtigte Infektionen verursacht. „Es herrscht immer noch Unwissen dazu, wie man sich vor Durchfall schützen kann“, sagte Professor Dr. Thomas Weinke beim Fortbildungskongress pharmacon Meran. Der Gastroenterologe ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer. Die Infektionen werden meist durch verunreinigte Nahrungsmittel, Wasser oder Schmierinfektionen übertragen.
Durchfallerkrankungen heilen in vielen Fällen innerhalb weniger Tage ab. Auf die leichte Schulter sollte man Durchfall dennoch nicht nehmen, vor allem bei Kindern oder Senioren. Weltweit sind Durchfallerkrankungen eine der häufigsten Todesursachen für Kinder.
Als Beispiel für Hygienefehler nannte Weinke den Umgang mit rohem Hühnerfleisch. „Rund die Hälfte aller Hühner ist kontaminiert mit dem Bakterium Campylobacter. Wird rohes Hühnchenfleisch in der Küche mit Wasser abgewaschen, dann kontaminiert das Spritzwasser die Umgebung. Deshalb sollte man Hühnerfleisch nie abwaschen und auch nur gut durchgegart essen.“ Durch Erhitzen des Hühnerfleischs auf mindestens 70 Grad für mindestens zwei Minuten werden die Erreger zerstört. Auch Schalentiere sind oft hoch belastet mit Durchfall-auslösenden Mikroorganismen.
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Eröffnung pharmacon Meran - Hoffmann: „Jetzt starten wir durch!“
Meran, 1. Juni 2026 – Die Bundesapothekerkammer (BAK) wird den Apothekerberuf in den kommenden Jahren weiterentwickeln. „Wir werden Verantwortung übernehmen, Versorgung gestalten, Zukunft sichern!” Mit diesem klaren, politischen Signal hat Dr. Armin Hoffmann, Präsident der BAK, am gestrigen Sonntag den Fortbildungskongress pharmacon eröffnet. Konkret kündigte Hoffmann an: „Wir werden unsere Apotheken zu Zentren der Primärversorgung weiterentwickeln. Der Wandel im Gesundheitswesen ist rasant: steigender Versorgungsbedarf, immer komplexere Therapien, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Druck setzen die Apotheken unter erheblichen Druck. Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen für die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten in allen Tätigkeitsgebieten. Die Bundesapothekerkammer setzt sich deshalb konsequent für eine Transformation des Berufs ein – fachlich, strukturell und politisch.“
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BIÖG und ABDA starten digitale Fortbildungsreihe ‚Town Halls‘ für Apothekenteams zur Prävention
Köln/Berlin - „Hitze und Arzneimittel – Sicher beraten im Sommer“ – so lautet das Thema der ersten Veranstaltung der neuen Online-Fortbildungsreihe ‚Town Halls‘ für Apothekenteams, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – am 27. Mai 2026 startet.
Das neue Format richtet sich an Apothekerinnen und Apotheker sowie weiteres pharmazeutisches Fachpersonal und knüpft an die Town Halls an, die das BIÖG für Mitarbeitende des Öffentlichen Gesundheitsdienstes anbietet. Ziel ist es, aktuelles Wissen zur Prävention und Gesundheitsförderung praxisnah zu vermitteln. Gleichzeitig bietet die Reihe Gelegenheit für Austausch und Vernetzung und macht mit den vielfältigen Materialien und Angeboten von BIÖG und ABDA vertraut, die gezielt an Patientinnen und Patienten weitergegeben werden können.
Mathias Arnold zum europäischen Apothekerpräsidenten 2027 gewählt
Berlin / Breslau / Brüssel – Mathias Arnold wird europäischer Apothekerpräsident im Jahr 2027. Die Generalversammlung des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU, engl. PGEU, frz. GPUE) hat den 62-jährigen Pharmazeuten aus Halle/Saale heute in Breslau (Polen) in das höchste Amt des Verbandes gewählt. Arnold folgt damit auf den polnischen Apotheker Dr. Mikolaj Konstanty, der die Präsidentschaft im Jahr 2026 innehat. Zusammen mit der Kroatin Ana Soldo, die als Vizepräsidentin für 2027 gewählt wurde, wird Arnold im kommenden Jahr die Interessen von Europas Apothekerschaft in Brüssel vertreten. Arnold war schon ZAEU-Vizepräsident im Jahr 2020, gehört seit 2026 dem neunköpfigen ZAEU-Exekutivkomitee an – und ist bereits seit 2018 Delegationsleiter der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf internationaler Ebene. Die ABDA ist das einzige deutsche Mitglied des Dachverbandes ZAEU, der 40 Apothekerkammern und -verbände aus 33 europäischen Staaten vereint.
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Apothekenreformgesetz verabschiedet, Honoraranpassung dagegen noch nicht
Berlin – Apotheken werden in Zukunft ein breites Spektrum an Impfungen, diagnostischen Tests und pharmazeutischen Dienstleistungen anbieten können. Diese und weitere Reformmaßnahmen stehen im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG), das heute in 2./3. Lesung auf der Tagesordnung des Bundestages steht. „Die Rolle der Apotheken bei der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger wird gestärkt. Das ist richtig und wichtig für die Menschen in Deutschland“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Blutentnahmen, Impfungen und weitere pharmazeutische Dienstleistungen in den Apotheken helfen den Patientinnen und Patienten unmittelbar und tragen zur Entlastung des Gesundheitssystems bei.“
ABDA-Präsident Thomas Preis warnt trotz der geplanten Erweiterung des Aufgabenfelds der Apotheken vor einem anhaltenden Apothekensterben: „Mit 16.541 Apotheken haben wir einen neuen Tiefstand erreicht. Im Europavergleich liegen wir bei der Apothekendichte inzwischen weit hinten. Seit 2013 musste jede fünfte Apotheke schließen. Um das Apothekensterben endlich zu stoppen, brauchen wir dringend die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Erhöhung des Honorars auf 9,50 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament. Aber noch immer ist keine entsprechende Verordnung verabschiedet worden. Durch ein diskutiertes Zwei-Stufen-Modell bei der Erhöhung des Apothekenhonorars tritt sogar eine gefährliche Verzögerung der Apothekenstärkung ein. Immer mehr Menschen würden ihre wohnortnahe Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung verlieren, wenn die Politik jetzt nicht handelt. Eine verantwortungsvolle Gesundheitspolitik darf nicht länger zuschauen und zögern, sondern muss die Apotheken jetzt sofort stabilisieren.“
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Bundesapothekerkammer will PTA weiterqualifizieren
Hamburg / Berlin – Die Bundesapothekerkammer (BAK) will die Weiterqualifizierung von Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten (PTA) vorantreiben. In einem ersten Schritt wurde heute von der BAK-Mitgliederversammlung in Hamburg das Curriculum für die Praxisanleitung verabschiedet, das PTA zusätzlich pädagogisch qualifiziert, um PTA-Auszubildenden die notwendigen beruflichen Handlungskompetenzen zu vermitteln. Weiterhin hat die BAK-Mitgliederversammlung dafür votiert, eine bundesweit einheitliche fachliche Weiterqualifizierung für PTA zu entwickeln. Die BAK soll nach dem Beschluss nun ein Curriculum erarbeiten und die Standards für diese Weiterqualifizierung setzen.
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Assistierte Telemedizin in Apotheken ab 1. Juli: Schiedsspruch macht den Weg frei
Berlin – Ab dem 1. Juli 2026 könnten viele Patientinnen und Patienten die assistierte Telemedizin in Apotheken in Anspruch nehmen. Davon geht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aus, nachdem jetzt ein notwendiges Schiedsverfahren die entsprechende Vergütung festgelegt hat. Laut Sozialgesetzbuch haben Versicherte einen Anspruch darauf.
„Assistierte Telemedizin in Apotheken kann vielen Menschen helfen, sich weite Wege zur Arztpraxis zu sparen und sich kompetent in der Apotheke helfen zu lassen“, sagt Tatjana Zambo, Verhandlungsführerin des DAV für die assistierte Telemedizin: „Der Schiedsspruch, der noch vom Bundesgesundheitsministerium bestätigt werden muss, macht den Weg frei für die assistierte Telemedizin in den Apotheken. Ich bin zuversichtlich, dass die Apotheken ihren Kundinnen und Kunden diese Leistung ab dem 1. Juli anbieten können. Für die Apotheken ist das ein neuer Beweis, wie zentral und nah sie in der Gesundheitsversorgung der Menschen verankert sind.“
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Apothekenwirtschaftsbericht: Umsatzrendite sinkt auf neues Tief
Berlin – Die Umsatzrendite einer durchschnittlichen Apotheke ist auf ein neues Tief gesunken. Im Jahr 2025 machte das steuerliche Betriebsergebnis einer durchschnittlichen Apotheke nur 4,2 Prozent ihres Netto-Umsatzes in Höhe von 4,00 Millionen Euro aus. Im Jahr davor (2024) waren es noch 4,4 Prozent gewesen, zehn Jahre zuvor (2015) sogar 6,5 Prozent. Ein Drittel aller Apotheken (33 Prozent) muss sogar mit einer akuten Gefährdung ihrer langfristigen Stabilität rechnen, da das Betriebsergebnis 2025 vor Steuern, Altersvorsorge und Investitionen unter 100.000 Euro pro Jahr liegt – das ist das Niveau der Brutto-Lohnkosten für einen angestellten Krankenhausapotheker ohne Leitungsfunktion. Sieben Prozent aller Apotheken machten im Jahr 2025 sogar Verluste. Diese und weitere Zahlen sind im Apothekenwirtschaftsbericht 2026 enthalten, der heute in Berlin auf dem Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) präsentiert und diskutiert wird. Mit 16.541 Betriebsstätten hat die Zahl der Apotheken zudem am Ende des ersten Quartals 2026 einen neuen Tiefstand seit fast 50 Jahren erreicht.
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Sparen statt stärken – Koalition steht bei den Apotheken kurz vorm Wortbruch
Berlin – Der heute bekannt gewordene Regierungsentwurf eines Beitragsstabilisierungsgesetzes für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist ein Affront für alle Apotheken. Mit der geplanten Erhöhung des Apothekenabschlags von 1,77 auf 2,07 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament konterkariert die Bundesregierung die im eigenen Koalitionsvertrag festgeschriebene Stärkung der Apotheken. „Die Koalition von Union und SPD steht kurz vor einem Wortbruch gegenüber den Apotheken und ihren Teams“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Die Erhöhung des Apothekenabschlags ist inakzeptabel, weil die Apotheken dadurch weiter geschwächt werden. Außerdem hat die Koalition immer noch keine konkrete Maßnahme zur mehrfach angekündigten Erhöhung des Festzuschlags der Apotheken auf 9,50 Euro vorgelegt.“
Preis erklärt: „Seit 2013 haben wir jede fünfte Apotheke in Deutschland verloren – und das Apothekensterben geht weiter: Knapp 20 Prozent aller Apotheken erwirtschaftet weniger als 50.000 Euro Betriebsergebnis pro Jahr. 7 Prozent der Apothekenbetriebe befinden sich sogar in der Verlustzone. Für immer mehr Apotheken ist ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht mehr darstellbar, wenn die Bundesregierung jetzt sogar noch neue Kürzungen beschließt. Weitere Belastungen für die Apotheken sind nach 13 Jahren politisch verursachtem Honorarstillstand nicht mehr möglich! Der Koalition muss klar sein: Mit jeder Schließung einer Apotheke dünnt die Gesundheits- und Arzneimittelversorgung der Menschen weiter aus.“
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Neuer Rekord bei Apotheken-Fortbildungen
Berlin – Im Jahr 2025 nahmen mehr Apothekenmitarbeitende als jemals zuvor an Fortbildungsveranstaltungen teil. Insgesamt wurden rund 226.000 Teilnehmende in etwa 2.800 Fortbildungsveranstaltungen von Apothekerkammern und -verbänden gezählt. Die Anzahl der Teilnehmenden stieg von 2024 auf 2025 um rund 19 Prozent, die Zahl der Veranstaltungen um 6 Prozent. „Ich freue mich sehr über diesen neuen Rekord – zeigt er doch, dass die Apothekerinnen und Apotheker ihre Fortbildungspflicht ernst nehmen. Die Apothekenteams tun viel dafür, immer auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand zu bleiben. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten der Apotheken“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer.
Preis: Apothekenstärkung ohne Wenn und Aber!
Berlin - Angesichts der am gestrigen Dienstag bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung zu einer GKV-Finanzierungsreform warnt ABDA-Präsident Thomas Preis vor einer Aufweichung der angekündigten Stärkung der Apotheken: „Es ist richtig und wichtig, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken nochmals bekräftigt hat, dass sie den Koalitionsvertrag umsetzen und die Apotheken finanziell stärken will. Um das Apothekensterben effektiv zu stoppen und die wohnortnahe und heilberufliche Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung zu erhalten, müssen jetzt die Apotheken nach über einem Jahrzehnt des Honorar-Stillstands endlich wirtschaftlich stabilisiert werden! Wir unterstützen daher die Ministerin weiterhin bei diesem Vorhaben. Alle 20 Stunden schließt eine Apotheke. Damit gehen Versorgungssicherheit, persönliche Beratung und niedrigschwellige Gesundheitsangebote unwiederbringlich verloren. Die Ministerin muss die angekündigte Verordnung zur Erhöhung unseres Fixhonorars deshalb jetzt schnell durchsetzen, um diese Entwicklung zu stoppen!“.
Medikationsbrief soll interprofessionelle Zusammenarbeit vereinfachen
Berlin – Das neu entwickelte, digitale Format des Medikationsbriefs soll die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Apothekerinnen und Apothekern mit Ärztinnen und Ärzten weiter verbessern und vereinfachen. Apothekerinnen und Apotheker übermitteln den Arztpraxen mit dem Medikationsbrief in standardisierter Form arzneimittelbezogene Probleme (ABP), insbesondere im Kontext der pharmazeutischen Dienstleistung ‚Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation‘. Diese ABP können sich unter anderem auf Interaktionen, Nebenwirkungen, Dosierungen oder Darreichungsformen beziehen. Der Medikationsbrief kann zwischen Apotheken und Arztpraxen elektronisch verschickt werden über das sichere KIM-System in der Telematik-Infrastruktur (TI).
„Bislang gab es für die interprofessionelle Kommunikation keine standardisierte Vorlage – diese Lücke haben wir jetzt geschlossen“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Wir haben die Struktur und das Layout vereinheitlicht, damit Ärztinnen und Ärzte noch schneller als bisher relevante Informationen zu ABP finden. Der Medikationsbrief ist ein Format mit Wiedererkennungswert, das wir weiter ausbauen werden: Mittelfristig soll eine Integration in die Apothekensoftware-Systeme erfolgen und auch ein Einstellen in die elektronische Patientenakte (ePA) ermöglicht werden.“
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ABDA warnt vor geplanter Neuregelung zu Zweigapotheken
Berlin – Die von der Bundesregierung geplante Neuregelung zu Zweigapotheken wird die Arzneimittelversorgung der Menschen verschlechtern und den Verbraucher- und Patientenschutz aushöhlen. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fordert deshalb den Bundestag auf, die Neuregelung zu Zweigapotheken im derzeit beratenen Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) ersatzlos zu streichen.
„Eine Neuregelung für Zweigapotheken ist nicht notwendig, denn sie verbessert die Versorgungssituation nicht“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis: „Im Gegenteil: Die Neuregelung ist patientenfeindlich. Die neuartigen Zweigapotheken wären aus Patientensicht keine echten Apotheken, denn sie könnten keine Ausgangsstoffprüfungen im Labor durchführen, viele Rezepturarzneimittel nicht herstellen und vor allem auch keine Nachtdienste leisten. Die mit vollem Leistungsangebot arbeitenden Apotheken in der unmittelbaren Umgebung würden hingegen erheblich geschwächt, denn sie sorgen mit kostenintensiven Botendiensten und sehr oft auch mit Rezeptsammelstellen für eine gute Versorgung in strukturschwachen Gebieten. Was die Menschen in ländlichen Regionen gerade nicht brauchen, sind abgespeckte Abgabestellen, sondern vollwertige Apotheken.“
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Preis: Kein Sparwahn zulasten der Versorgungsqualität
Berlin – Zur heutigen Veröffentlichung der „Empfehlungen zur Stabilisierung des GKV-Beitragssatzes“ der Finanzkommission Gesundheit äußert sich Thomas Preis, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, wie folgt: „Es ist richtig und wichtig, dass die Bundesregierung in den kommenden Monaten Prozesse anstoßen will, mit denen die Finanzierung der Krankenkassen gesichert werden soll. Die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit für diesen Reformprozess nehmen wir zur Kenntnis, warnen aber gleichzeitig vor negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.“
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Bundesapothekerkammer begrüßt Gesetz gegen Fachkräftemangel
Berlin – Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt, dass das Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen beschleunigt wird und damit auch dem Fachkräftemangel in der Pharmazie entgegenwirken kann. „Apothekerinnen und Apotheker sind hochspezialisierte Fachkräfte, von denen Tausende in den nächsten Jahren in den Apotheken fehlen werden“, sagt BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann: „Wir freuen uns, dass bürokratische Hürden abgebaut werden, damit qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker aus Drittstaaten schneller das Recht bekommen, in unseren Apotheken zu arbeiten. Die hohe Qualität der Versorgung bleibt davon unberührt, denn die Neuregelung betrifft nur das Anerkennungsverfahren und nicht die fachlichen Anforderungen.“ Der Bundestag hat das Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen gestern (26. März 2026) verabschiedet. Eine noch notwendige Zustimmung des Bundesrates könnte ab Mai 2026 erfolgen; das Inkrafttreten ist laut Bundestagsbeschluss für den 1. November 2026 geplant.
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Apotheken-Protesttag: Zehntausende senden deutliches Signal an die Politik
Berlin – Mit bundesweit geschlossenen Apotheken und rund 25.000 Demonstrierenden in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München haben die Apothekenteams ein deutliches Signal ausgesendet. „Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Apotheken seit Jahren unterfinanziert sind. Die Folge ist, dass sich das Apothekensterben immer weiter fortsetzt“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, der heute auch auf der Kundgebung in Düsseldorf gesprochen hat: „Für die Menschen in Stadt und Land verlängern sich mit jeder geschlossenen Apotheke die Wege zur nächsten heilberuflich geführten Apotheke. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen.“ Preis sagt: „Frau Bundesgesundheitsministerin, handeln Sie jetzt! Stehen sie weiter zu Ihren deutlichen Worten und setzen Sie die Erhöhung des Fixums um! Und ermöglichen Sie den Apotheken endlich jährliche, faire Verhandlungen zu unserem Honorar, damit wir nicht wieder länger als ein Jahrzehnt von steigenden Kosten abgehängt werden. Der Honorarstillstand muss endlich ein Ende haben.“
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Apotheken-Protesttag
Berlin - Mit bundesweit geschlossenen Apotheken und rund 25.000 Demonstrierenden in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München haben die Apothekenteams ein deutliches Signal ausgesendet. Auch in Sachsen-Anhalt blieben vielerorts Apotheken geschlossen, um auf die zunehmend angespannte wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen. Der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. (LAV) hatte zwei Busse organisiert, die von Halle und Magdeburg aus zum bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft nach Berlin fuhren. Dort sollte ein klares Signal für die dringend benötigte Honorarerhöhung und gegen weitere Apothekenschließungen erfolgen...
Apothekenteams protestieren am kommenden Montag bundesweit
Berlin – Die Apothekenteams in ganz Deutschland werden am kommenden Montag (23. März) für eine Stärkung der Apotheken vor Ort protestieren. Zum Protesttag gehören neben den bundesweiten Apothekenschließungen auch vier zentrale Kundgebungen und Demonstrationen in Berlin, München, Düsseldorf und Hannover. Die Apothekenteams mit ihren mehr als 160.000 Beschäftigen setzen sich für ein Ende der chronischen Unterfinanzierung der Apotheken ein und kämpfen für eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit ihren jeweils 17 Mitgliedskammern und -verbänden hatte den 23. März als bundesweiten Protesttag ausgerufen. ABDA-Präsident Thomas Preis dazu: „Die Situation unserer Apotheken und somit die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland ist schon seit Jahren angespannt. Denn die letzte Honorarerhöhung für die Apotheken hat es vor 13 Jahren gegeben – obwohl die Betriebskosten im selben Zeitraum um mehr als 65 Prozent angestiegen sind! Mit unserem Protesttag wollen wir die Gesellschaft auf diese untragbare Situation aufmerksam machen. Die allermeisten Apotheken werden daher am kommenden Montag geschlossen bleiben. Zur Akutversorgung mit dringenden Medikamenten am Protesttag stehen rund um die Uhr über 1.000 Notdienstapotheken bundesweit bereit. Wir raten Patientinnen und Patienten, nicht akut notwendige Rezepte noch vor dem Protesttag einzulösen oder dann wieder ab Dienstag, dem 24. März.“
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ABDA und Bundesverband PTA: Ja zur Weiterqualifizierung von PTA, Nein zur Vertretung
Berlin - Die derzeitigen Pläne der Bundesregierung für eine „Apotheke ohne Apothekerin/Apotheker“ werden von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und dem Bundesverband PTA (BVpta) abgelehnt. Im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG), das sich derzeit in der parlamentarischen Beratung befindet, sind Modellprojekte vorgesehen, nach denen PTA (Pharmazeutisch‑technische Assistentinnen und Assistenten) die Apothekenleitung unter bestimmten Bedingungen vorübergehend vertreten können. Die gemeinsame Forderung der beiden Verbände ist, diese Regelungen im ApoVWG ersatzlos zu streichen.
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Pharmazeutische Dienstleistungen wachsen kontinuierlich
Berlin - Immer mehr Menschen in Deutschland profitieren von pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) in den Apotheken. Auch das Angebot in den Apotheken wächst kontinuierlich: Die Dienstleistungen werden inzwischen regelmäßig von mehr als der Hälfte der Apotheken angeboten. Im dritten Quartal 2025 boten rund 8.800 der insgesamt 16.600 Apotheken rund 216.000 pDL an; im dritten Quartal 2024 waren es noch rund 7.900 Apotheken und insgesamt rund 156.000 pDL. „Die pharmazeutischen Dienstleistungen nutzen den Patientinnen und Patienten unmittelbar und verbessern die Versorgung spürbar. Unser Ziel ist es, die Implementierung weiter zu beschleunigen und die Angebote noch besser in der Breite zu verankern“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
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LAV Sachsen-Anhalt ruft zu Protesttag am 23. März auf
Magdeburg – Der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. (LAV) ruft seine Mitglieder zur Teilnahme am bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft am 23. März 2026 auf. Es soll ein klares Signal für die dringend benötigte Honorarerhöhung und gegen weitere Apothekenschließungen erfolgen...
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Apotheken meldeten 2025 mehr Arzneimittelrisiken als jemals zuvor
Berlin - Neuer Rekord: Im Jahr 2025 gingen bei der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) insgesamt 11.154 Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelrisiken, wie Qualitätsmängel oder Nebenwirkungen, ein. Diese stammten aus 4.978 verschiedenen (Krankenhaus-)Apotheken. Damit wurden die Werte aus den Vorjahren wieder übertroffen (2024: 10.882 Meldungen, 2023: 8.320 Meldungen). Etwa zwei Drittel der Meldungen bezog sich auf Qualitätsprobleme, ein Drittel auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Die Anzahl an Medikationsfehlermeldungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr (2025: 624, 2024: 348); Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelmissbrauch waren leicht rückläufig (2025: 41, 2024: 50).
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ABDA-Präsident begrüßt Ankündigung der Koalition zum Apothekenhonorar
Berlin - Der Bundestag hat am heutigen Freitag in Erster Lesung über das von der Bundesregierung geplante Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) beraten. ABDA-Präsident Thomas Preis äußert sich wie folgt dazu: „Endlich ist die Apothekenreform im Bundestag. Es ist höchste Zeit, dass sich auch die Bundestagsabgeordneten mit der wirtschaftlichen Situation beschäftigen. Denn: Mit Blick auf 13 Jahre Honorarstillstand in unseren Apotheken geht das Apothekensterben ungebremst weiter – alle 20 Stunden muss inzwischen eine Apotheke für immer schließen. Die Wege für unsere Patientinnen und Patienten werden damit immer weiter und komplizierter. Es ist daher sehr gut nachzuvollziehen, dass die Regierungsfraktionen in ihrem Koalitionsvertrag eine wirtschaftliche Stärkung aller Apotheken angekündigt haben.“
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Apotheken beschließen bundesweite Proteste
Berlin - Die Apothekerschaft kündigt weitere bundesweite Protestmaßnahmen an, um für eine Honorarerhöhung zu kämpfen. Konkret hat die Mitgliederversammlung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am heutigen Mittwoch den Weg frei gemacht für einen bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft am 23. März 2026. Die Landesapothekerverbände werden an diesem Tag alle Apotheken dazu aufrufen, die Apotheken geschlossen zu halten. Die Versorgung wird durch die Notdienst-Apotheken aufrechterhalten. Außerdem werden die Landesapothekerverbände in den Städten Berlin, Hannover, München und Düsseldorf zentrale Kundgebungen bzw. Demonstrationen organisieren.
ABDA startet Online-Petition für Apothekenstärkung
Berlin - Alle Bürgerinnen und Bürger – darunter die täglich drei Millionen Kundinnen und Kunden in den Apotheken vor Ort – können ab sofort eine Online-Petition gegen das Apothekensterben und für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung unterzeichnen. Unter dem Titel „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!“ hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbänden auf der Plattform OPEN PETITION eine bundesweite Abstimmung eingerichtet.
„Wir wollen Patientinnen und Patienten eine Stimme geben, um die Bundesregierung aufzufordern, das Apothekensterben zu beenden und die Arzneimittelversorgung für die Herausforderungen der Zukunft zu sichern“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis zum Start der Online-Petition: „Die Menschen in Deutschland haben das Recht auf eine kompetente und schnelle Arzneimittelversorgung durch eine Apotheke in der Nähe. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar unverzüglich zu erhöhen und für die Zukunft eine jährliche Anpassung festzulegen – so, wie es seit fast einem Jahr im Koalitionsvertrag steht. Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif!“.
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Deutscher Apothekerverband kündigt Hilfstaxe wegen unfairer Arbeitspreise
Berlin - Der Deutsche Apothekerverband (DAV) strebt faire Arbeitspreise für das Anfertigen sogenannter Spezialrezepturen in Apotheken an. Spezialrezepturen sind patientenindividuell hergestellte Lösungen zur parenteralen Anwendung, die z.B. in der Krebstherapie eingesetzt werden. Der DAV hat nun die entsprechenden Regelungen im Vertrag über die Preisbildung für Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen („Hilfstaxe“) zum 31. März 2026 gegenüber dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gekündigt. Somit ist der Weg frei für ein sozialrechtlich definiertes Schiedsverfahren. Die Kündigung durch den DAV wurde notwendig, weil der GKV-Spitzenverband keine Bereitschaft zur Anpassung der Arbeitspreise gezeigt hatte und die Verhandlungen somit gescheitert waren.
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Faire Finanzierung und starke Kooperationen dringend erforderlich
Magdeburg - „Unsere wohnortnahen Apotheken sind eine unverzichtbare Säule der Gesundheitsversorgung. Sie gewährleisten die sichere und fachkundige Abgabe von Arzneimitteln, leisten umfassende Beratung und übernehmen zahlreiche Gemeinwohlpflichten. Um diese Aufgaben auch künftig flächendeckend erfüllen zu können, braucht es jedoch eine auskömmliche Honorierung und eine stärkere Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitswesen.“ Das erklärte Ursula Gütle vom Vorstand des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt anlässlich des Neujahrsempfangs der Heilberufler Sachsen-Anhalts am 14. Januar 2026 in Magdeburg...
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Önder Karaca ist neuer Geschäftsführer des LAV
Magdeburg - Önder Karaca ist seit dem 1. Januar 2026 neuer Geschäftsführer des Apothekerverbandes Sachsen-Anhalt (LAV). Der 50-jährige Jurist aus Leipzig ist bereits seit Anfang Oktober 2025 für den Verband tätig. In seiner bisherigen Funktion als Geschäftsstellenleiter machte er sich zunächst mit den Abläufen und der Arbeitsweise des LAV vertraut. Dadurch konnte nach dem Ausscheiden von Matthias Clasen ein nahtloser Übergang in der Geschäftsführung sichergestellt werden...
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Franziska Erdle ist neue Hauptgeschäftsführerin der ABDA
Seit Jahresbeginn leitet Franziska Erdle (53) als neue Hauptgeschäftsführerin die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Juristin mit langjähriger Verbandserfahrung folgt auf Dr. Sebastian Schmitz, der zum Jahresende 2025 in den Ruhestand ging. Erdle berichtet an den Vorstand der ABDA. „Ich übernehme das Ruder in stürmischen Zeiten. Die Apothekenreform bedroht die Apotheken vor Ort und damit die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Ich werde alles dafür tun, unsere berechtigten Forderungen zur Stabilisierung der Apotheken durchzusetzen,“ sagt Erdle. „Das vorliegende Apothekenreformgesetz muss zu einem echten Apothekenstärkungsgesetz werden! Dafür suchen wir in den kommenden Monaten aktiv den Dialog mit Bundestagsabgeordneten.“
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