2025
ABDA lehnt höhere Arzneimittel-Zuzahlungen entschieden ab
Berlin – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bringt höhere Zuzahlungen für Arzneimittel ins Gespräch, um die gesetzlichen Krankenkassen finanziell zu entlasten. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände lehnt diesen Vorschlag entschieden ab.
„Wir stehen fest an der Seite der Patientinnen und Patienten. Gesundheit darf keine Frage des Geldbeutels sein“, erklärt ABDA-Präsident Thomas Preis. „Höhere Zuzahlungen bergen die reale Gefahr, dass sich viele Menschen medizinisch notwendige Arzneimittel aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten können.“ Die Folge wären Therapieabbrüche, eine Verschleppung von Erkrankungen und am Ende höhere Kosten für das Gesundheitssystem – statt der erhofften Entlastung der Krankenkassen.
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Bundesregierung muss Apotheken stärken anstatt Honorar-Schieflage weiter zu ignorieren
Berlin – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) ist verärgert über den am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeten Regierungsentwurf für eine Apothekenreform. Der DAV kritisiert insbesondere die fehlende Finanzierungsbasis für öffentliche Apotheken. Denn trotz guter Argumente und vieler Gespräche verweigert die Bundesregierung den Apotheken weiterhin die versprochene und dringend benötigte wirtschaftliche Stärkung. „Unser Vertrauen in die Umsetzung des Koalitionsvertrages wird mit dem vorliegenden Regierungsentwurf von der Bundesregierung aufs Spiel gesetzt. Ohne die notwendige finanzielle Ausstattung der Apotheken ist die geplante Reform auf Sand gebaut, weil immer mehr Betriebsstätten dem wirtschaftlichen Druck steigender Personal- und Sachkosten nicht mehr standhalten können“, erklärt der DAV-Vorsitzende Dr. Hans-Peter Hubmann. Auch die gesetzlichen Vorgaben für die geplanten Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen bieten keine schnelle Lösung. Eine solche, sofortige Unterstützung der Apotheken sei aber mit Blick auf die Anhebung der Mindestlöhne dringend erforderlich, fügt Hubmann hinzu.
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ABDA verabschiedet Dr. Sebastian Schmitz in den Ruhestand
Berlin – Dr. Sebastian Schmitz, langjähriger Hauptgeschäftsführer der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, der Bundesapothekerkammer (BAK) und des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), geht mit 66 Jahren zum Jahresende 2025 in den Ruhestand.
Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann hatte Schmitz Rechtswissenschaften in Mainz und Dijon studiert, bevor er 1990 zur ABDA kam. Dort verbrachte er 35 Jahre seines Berufslebens – zuerst in Frankfurt/Main als Referent, später in Eschborn als Abteilungsleiter im Geschäftsbereich Recht und Öffentlichkeitsarbeit sowie als Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Wirtschafts- und Vertragsrecht sowie Personalangelegenheiten. Seit 2011 leitet er als Hauptgeschäftsführer die gemeinsame Geschäftsstelle von ABDA, BAK und DAV im Deutschen Apothekerhaus in Berlin. Seine Nachfolge übernimmt die Juristin Franziska Erdle.
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Apothekenreform stärkt Apotheken nicht – ABDA kündigt Widerstand an
Berlin – Die heute vom Bundeskabinett beschlossene Apothekenreform wird die sehr angespannte Situation der Apotheken aus Sicht der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände nicht verbessern. Die zukunftsfeste und krisensichere Arzneimittelversorgung für Millionen Menschen in ganz Deutschland wird durch die Reform sogar gefährdet. So ignoriert der Entwurf der Bundesregierung für ein Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) den Koalitionsvertrag, demzufolge das Apothekenhonorar nach Jahren des Stillstands von 8,35 auf 9,50 Euro angehoben werden soll, um die Apotheken finanziell zu stärken. Deshalb appelliert die Apothekerschaft nun an Bundestag und Bundesrat, die zahlreichen Mängel des vorliegenden Reformpakets im Gesetzgebungsverfahren zu beseitigen. Denn nicht nur durch die komplett ausgeklammerte Honorarfrage ist die Reform in gefährlicher Weise unzulänglich. Auch die vom Bundesgesundheitsministerium geplanten strukturellen Veränderungen greifen die Grundsäulen des sicheren Apothekensystems fundamental an.
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Ehrenmitgliedschaft und Ehrenring zur Verabschiedung von Matthias Clasen
Wörlitz - Eine intensive und langjährige Ära im Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt geht zu Ende: Am 12. Dezember 2025 wurde Matthias Clasen im Rahmen der Klausur des erweiterten Vorstands nach fast drei Jahrzehnten in den Ruhestand verabschiedet. Zuvor wurde diese Personalie bereits auf der Mitgliederversammlung verkündet. Auf der Klausurtagung in Wörlitz fand die Verabschiedung in einem würdigen Rahmen statt...
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Blackout: Apotheken protestieren gegen Honorarstopp
Berlin - Mit einer bundesweiten Protestaktion weisen Deutschlands Apothekenteams am Mittwoch, 17. Dezember, auf die chronische Unterfinanzierung der Apotheken hin. Unter dem Motto „Versorgungsblackout“ schalten die Apotheken zeitweise die Lichter aus – nur eine Notbeleuchtung bleibt an. Grund für die Aktion ist die wirtschaftliche Schieflage der Apotheken: Das Honorar wurde seit nunmehr 13 Jahren nicht erhöht. Im selben Zeitraum sind die Kosten um 65 Prozent geklettert. Diese chronische Unterfinanzierung resultiert in einem seit Jahren anhaltenden Apothekensterben. Mit Plakaten und Handzetteln informieren die Apothekenteams ihre Kundschaft über diesen Missstand am morgigen Mittwoch. Unter dem Hashtag #versorgungsblackout in den Social-Media-Netzwerken sowie auf der Infoseite www.gesundheitsichern.de können sich Patientinnen und Patienten über die Situation der Apotheken und ihre Forderungen informieren.
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Apotheker-Hilfsorganisationen sammeln Spenden in Adventszeit
Berlin – Die Hilfsorganisationen der Apothekerinnen und Apotheker rufen in der Vorweihnachtszeit zu Spenden für bedürftige Menschen in aller Welt auf. Die zahlreichen Projekte der pharmazeutischen Hilfswerke zielen darauf ab, eine grundlegende Gesundheitsversorgung für Frauen, Männer und Kinder in schwierigen Lebenssituationen zu ermöglichen. Das kann beispielsweise in Uganda oder Deutschland sein, es kann akute Nothilfe oder langfristige Zusammenarbeit betreffen. Für eine sichere Arzneimittelversorgung oder die Ausbildung von Fachkräften sammeln die Apotheker-Hilfsorganisationen in der Adventszeit die Spenden in Apotheken, auf Weihnachtsmärkten oder per Überweisung ein. Je nach Hilfswerk und Situation fließt das Geld in bestimmte Regionen und Projekte.
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Notdienst der Apotheken nicht durch Parallelstrukturen schwächen
Berlin – Mit Blick auf die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur Umstellung der Notfallversorgung sorgt sich die Bundesapothekerkammer um die Patientenversorgung zu Notdienstzeiten und an Wochenenden. „Wir versorgen pro Notdienst mit rund 1.000 Apotheken insgesamt etwa 20.000 Menschen. Unser Notdienst darf durch die Schaffung neuer Parallelstrukturen nicht geschwächt werden“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. Der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung (NotfallG) sieht die Etablierung von Parallelstrukturen in der Nähe von Notfallzentren vor. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat dazu heute eine Stellungnahme abgegeben.
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Rezepturen: Apotheken kämpfen vor Gericht für faire Bezahlung
Berlin – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) setzt sich derzeit vor Gericht dafür ein, dass Krankenkassen die Apotheken für das Anfertigen von Rezepturen fair und ohne Rechnungskürzungen bezahlen. Nach einem richtungsweisenden Urteil des Bundessozialgerichtes (BSG) in Kassel intensivieren der DAV und seine Landesapothekerverbände in den kommenden Monaten ihre juristischen Bemühungen, die ordnungsgemäße Abrechnung von Rezepturen laut Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) gegenüber den Krankenkassen durchzusetzen. Dazu haben die Verbände zuletzt sieben Klagen bei den Sozialgerichten (u.a. in Münster) eingereicht. Ziel ist es festzustellen, wie ähnliche Abrechnungsfälle zu bewerten sind, bei denen Krankenkassen Rechnungskürzungen (Retaxationen) geltend machen. Rezepturen sind Arzneimittel, die individuell für einen Patienten oder eine Patientin in der Apotheke hergestellt werden, wofür bestimmte Fertigarzneimittel oder besondere Ausgangsstoffe notwendig sind. Im Jahr 2024 stellten die Apotheken rund 10 Millionen individuelle Rezepturen für die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) her.
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Hohe Beteiligung an Impfaktionen in Apotheken
Berlin – Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen die Impfangebote und Impfaktionen der Apotheken. Mit der Aktion ‚Lange Nacht des Impfens‘ hatten Apotheken am 8. Oktober dieses Jahres in zahlreichen Bundesländern die diesjährige Impfsaison für Grippe- und COVID-19-Impfungen eingeleitet. In weiteren Regionen gab es sogar einen ‚Langen Tag des Impfens‘ oder gar einen ganzen ‚Monat des Impfens‘. Alleine an den Aktionen am 8. Oktober 2025 beteiligten sich bundesweit rund 700 Apotheken. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der ABDA und der GEDISA – Gesellschaft für digitale Services der Apotheken mbH. Rund 16.600 Impfungen wurden an dem Aktionstag in den Apotheken gegen Grippe oder/und COVID-19 verabreicht. Auch an den Folgetagen blieb das Interesse der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger an den Apotheken-Impfungen groß: Am 9. Oktober impften die Apotheken mehr als 5.500 Mal.
Dr. Hans-Peter Hubmann als DAPI-Vorstandsvorsitzender bestätigt
Berlin – Die Mitgliederversammlung des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) hat einen neuen Vorstand gewählt. Dr. Hans-Peter Hubmann (61) wurde im Amt bestätigt. Er ist seit 2021 DAPI-Vorstandsvorsitzender und wurde einstimmig wiedergewählt. „Wir tragen mit unseren Publikationen und Gutachten zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei. Zudem helfen wir mit unseren Auswertungen den Apothekerkammern und -verbänden bei der Vorbereitung von Verhandlungen, Schulungen oder Veranstaltungen. Ich freue mich sehr, auch in den kommenden Jahren das DAPI weiter führen zu dürfen“, sagt Hubmann. Die Amtszeit beträgt vier Jahre.
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ABDA warnt: Apothekenreform könnte Apothekensterben sogar beschleunigen
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sieht die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) geplante Apothekenreform in weiten Teilen kritisch. Zur Anhörung der Referentenentwürfe des Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) und den geplanten Änderungen der Apothekenbetriebsordnung und der Arzneimittelpreisversorgung am gestrigen Donnerstag hat die ABDA eine umfassende Stellungnahme abgegeben. ABDA-Präsident Preis: „Wir fordern mit Nachdruck die dringend notwendige wirtschaftliche Stärkung der Apotheken. Ohne sie werden weitere Apotheken aufgeben müssen. Die Leidtragenden sind die Patientinnen und Patienten: Mit jeder geschlossenen Apotheke wird der Weg zum Arzneimittel für die Menschen weiter und schwieriger. Ein zweiter, für uns zentraler Punkt: Die Pläne des Ministeriums, den Apothekerinnen und Apothekern die Apothekenleitung teilweise aus den Händen zu nehmen, lehnen wir strikt ab. Apothekerinnen und Apotheker müssen zu jeder Zeit in der Apotheke anwesend sein – ohne sie können viele Leistungen gar nicht angeboten werden und die Versorgung der Menschen in Deutschland dünnt aus.“
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Mehr als 300 Apotheken mussten seit Jahresbeginn schließen
Berlin – Die Zahl der Apotheken in Deutschland nimmt immer weiter ab – und hat inzwischen den niedrigsten Wert seit 1977 erreicht. Am Ende des dritten Quartals 2025 gab es nur noch 16.732 Apotheken bundesweit. Das sind 309 Apotheken weniger als zum Jahresende 2024 (17.041). Allein im Laufe des dritten Quartals dieses Jahres wurden 71 Betriebsstätten geschlossen. Den 355 Schließungen in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 standen nur 46 Neueröffnungen gegenüber. Die Rückgangsdynamik zeigt trotz leichter Beruhigung weiter deutlich nach unten. Dazu kommt, dass im letzten Quartal jedes Jahres erfahrungsgemäß die Schließungszahlen noch einmal deutlich zunehmen. Die aktuelle Erhebung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände basiert auf den Zahlen der Landesapothekerkammern
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Reformvorhaben gefährdet massiv das Apothekensystem in seiner Gesamtheit
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Apothekenreform widerspricht dem Koalitionsvertrag und gefährdet die Patientenversorgung
Die inzwischen vorliegenden Referentenentwürfe zu einer Apothekenrechtsreform aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) bringen massive Gefahren für die Arzneimittelversorgung der Menschen in Deutschland mit sich. Davor warnt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. ABDA-Präsident Thomas Preis dazu: „Das Apothekenhonorar ist seit 13 Jahren eingefroren, das Apothekensterben nimmt kein Ende – schon seit Jahren steht den Apotheken das Wasser wirtschaftlich bis zum Hals. Der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung wirkte wie ein Rettungsring – schließlich wird mit ihm fest zugesichert, dass die Apotheken endlich auch wirtschaftlich gestärkt werden sollen. Doch eine erste Analyse der nun vorliegenden Referentenentwürfe zeigt, dass die Reform genau das Gegenteil bewirken würde. Denn nicht nur die versprochene und dringend notwendige Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro wird darin komplett ausgeklammert. Verschärfend kommt hinzu, dass die Mechanismen für zukünftige Honoraranpassungen völlig unzureichend und viel zu ungenau sind. Das ist so nicht akzeptabel und wird unseren massiven politischen Widerstand zur Folge haben. Apotheken gehören zur Daseinsvorsorge und erwarten von der Politik, dass zugesagte, wirtschaftlich unabdingbare Versprechungen umgesetzt werden.“
Bundesapothekerkammer will mehr Prävention und Früherkennung in Apotheken
Berlin – Die Apotheken vor Ort wollen sich stärker in die gesundheitliche Prävention und Früherkennung einbringen, vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Apotheken können Menschen erreichen, die nur selten in eine Arztpraxis gehen. Sie würden von dem flächendeckenden und niedrigschwelligen Angebot der Apotheken besonders profitieren. Unsere Angebote sollen kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zu den ärztlichen Gesundheitsuntersuchungen sein“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Wenn Apotheken stärker in die Früherkennung und Prävention eingebunden werden, können Krankheiten früher erkannt oder sogar verhindert werden, was die Lebensqualität der Menschen verbessert und zusätzlich die Gesundheitskosten senkt. Zudem würden die Arztpraxen entlastet. Das können die Apotheken aber nur bei einer angemessenen Honorierung anbieten.“
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Frau Claudia Korf wird ab 1. Januar 2026 stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der ABDA
Berlin – Frau Claudia Korf, seit 2014 Geschäftsführerin des Geschäftsbereichs Ökonomie der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, der Bundesapothekerkammer (BAK) und des Deutschen Apothekerverbandes e.V. (DAV), übernimmt zum 1. Januar 2026 die Position der stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin von ABDA, BAK und DAV.
Mit dieser Personalentscheidung wird das künftige Leitungsteam der drei Organisationen komplettiert: Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Dr. Sebastian Schmitz zum Jahresende 2025 wird Frau Franziska Erdle als Hauptgeschäftsführerin die Nachfolge antreten, Frau Claudia Korf wird ihr als Stellvertreterin zur Seite stehen.
Apotheken starten Impf-Aktionen in acht Bundesländern
Berlin – Die Impf-Saison hat begonnen – auch in den Apotheken. Um auf die Möglichkeit der Apotheken-Impfungen gegen Grippe und Covid-19 hinzuweisen, starten Apotheken in acht Bundesländern ab dem 8. Oktober diverse Aktionen. Am 8. Oktober werden viele Apotheken eine „Lange Nacht“ oder gar einen „Langen Tag“ des Impfens anbieten. ABDA-Präsident Thomas Preis erklärt: „Die Impflücken – insbesondere bei Grippe – sind nach wie vor groß. Die Apothekerschaft möchte zu einer besseren Immunisierung der Bevölkerung beitragen. Deswegen werben wir dafür, sich impfen zu lassen. In den Apotheken ist dies auch möglich – zum Teil auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.“ Am 8. Oktober wird es in Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Hessen verschiedene Aktionen in zahlreichen Apotheken geben. Oftmals bieten Apotheken die Impfungen dort außerhalb der üblichen Öffnungszeiten an. In Hamburg startet ein ganzer „Monat des Impfens“ und der Apothekerverband Nordrhein gestaltet die Impfaktion gemeinsam mit dem Hausärztinnen- und Hausärzteverband Nordrhein. Ob eine Apotheke Impfungen anbietet, entscheidet die Apothekenleiterin bzw. der Apothekenleiter.
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Bundesapothekerkammer trauert um Professor Ernst Mutschler
Berlin – Die Bundesapothekerkammer trauert um Professor Dr. Dr. Ernst Mutschler, der am 27. September verstorben ist. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer: „Die Apothekerschaft hat eine große Persönlichkeit verloren! Professor Mutschler gehörte und wird auch weiterhin zu den bekanntesten Vertretern der pharmazeutischen Hochschullehrerschaft gehören, denn sein Wirken hat über seinen Tod hinaus Bestand. Wir sind in Gedanken bei seinen Angehörigen.“
Professor Mutschler hat eine herausragende wissenschaftliche Karriere vorzuweisen. Nach dem Studium der Pharmazie mit anschließender Promotion und Habilitation studierte er zusätzlich Medizin und wurde zum Dr. med. promoviert. Zunächst hatte er eine Professur am Mainzer Pharmazeutischen Institut inne, von dem er 1974 an die Goethe-Universität Frankfurt am Main wechselte und dort das Pharmakologische Institut für Naturwissenschaftler bis zu seiner Emeritierung 1997 leitete.
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29. Wirtschaftstage: Intensiver Einsatz für die Erhöhung des Fixums gefordert
Merseburg - Eine zentrale Voraussetzung für das Vertrauen von Bürgerinnen und Bürgern in die Politik ist Glaubwürdigkeit. Und genau diese leidet, wenn Maßnahmen, die im Koalitionsvertrag als Teil eines Sofortprogramms definiert wurden, nun auf unbestimmte Zeit aufgeschoben werden. In diesem Sinn erschüttert auch die Aussage der Bundesgesundheitsministerin auf dem Deutschen Apothekertag, dass die Erhöhung des Fixums „auf Wiedervorlage“ gelegt werde, das Vertrauen der Apotheken in die Politik...
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Bundesapothekerkammer aktualisiert Leitlinie zu Schutzimpfungen
Berlin – Die Leitlinie der Bundesapothekerkammer zu Schutzimpfungen in Apotheken wird aktualisiert. Das hat die Mitgliederversammlung der Bundesapothekerkammer beschlossen. „Eine Leitlinie zu Schutzimpfungen hatten wir erstmals 2020 erstellt und seitdem mehrfach aktualisiert. Dank unserer Leitlinien bleiben Apotheken immer auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand“, so Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer.
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Arzneimittelkommission: Fünf Jahrzehnte im Dienst der Arzneimitteltherapiesicherheit
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Bei einer Festveranstaltung am gestrigen Donnerstag in Berlin sagte ABDA-Präsident Thomas Preis: „Ein halbes Jahrhundert im Dienst der Arzneimitteltherapiesicherheit – das ist nicht nur ein runder Geburtstag, das ist ein Meilenstein. Die AMK sammelt, bewertet und kommuniziert Informationen über Nebenwirkungen, Qualitätsmängel und weiteren Risiken von Arzneimitteln. Damit trägt sie entscheidend dazu bei, dass die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu den sichersten der Welt gehört. Die AMK ist ein Symbol für das, was unseren Berufsstand ausmacht: wissenschaftliche Kompetenz, Verantwortung für die Patientinnen und Patienten und gelebte Arzneimitteltherapiesicherheit.“ Am 26. August 1975 hatte sich die AMK in Frankfurt am Main konstituiert. Seit 2019 sitzt die Geschäftsstelle im neuen Deutschen Apothekerhaus in Berlin.
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Fachsprachenprüfung für ausländische Apothekerinnen und Apotheker wird aktualisiert
Berlin – Die Bundesapothekerkammer hat ihre Fachsprachenprüfung aktualisiert. Solche Fachsprachenprüfungen dienen dazu, die Deutschkenntnisse von Apothekerinnen und Apothekern mit ausländischer Ausbildung sicherzustellen. Die Prüfung besteht nach der Aktualisierung unter anderem aus einer Gesprächssituation mit einem Patienten oder einer Patientin, dann muss eine Notiz zu einem Patientenfall geschrieben werden. Zum Abschluss wird ein Fachgespräch mit einer anderen Apothekerin oder einem anderen Apotheker geführt. Im Rahmen der Aktualisierung wurden der Ablauf und die Bewertung der Fachsprachenprüfung angepasst.
„Ausländische Fachkräfte sind in den Apotheken sehr willkommen“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Wenn sie mit Patientinnen und Patienten und Angehörigen der Fachkreise problemlos auf Deutsch kommunizieren können, sind sie vollwertige Mitglieder der Apothekenteams.“
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Deutscher Apothekertag - Apothekerschaft erwartet zügige Umsetzung des Koalitionsvertrages
Düsseldorf – Die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker erwartet eine rasche Umsetzung des Koalitionsvertrages. In einer am heutigen Donnerstagvormittag beschlossenen Resolution fordern die Delegierten der Kammern und Verbände das Bundesgesundheitsministerium zu Nachbesserungen bei seinen Reformplänen auf. Nina Warken, Bundesministerin für Gesundheit, hatte bei der Eröffnung des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf ihren Fahrplan für eine Apothekenreform vorgestellt. In den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums sind unter anderem Kompetenzerweiterungen für Apothekerinnen und Apotheker vorgesehen. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Honorarerhöhung müsse jedoch auf „Wiedervorlage“ gestellt werden, hatte Warken gesagt.
Deutscher Apothekertag - Preis: Beratung und Versorgung durch die Apotheke vor Ort entlasten das System
Düsseldorf – ABDA-Präsident Thomas Preis hat die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, die Versorgungskompetenzen der Apothekerinnen und Apothekern zu erweitern, begrüßt. Beim Themenforum „Gesundheitsversorgung im Fokus – Herausforderungen gemeinsam meistern“, das am heutigen Mittwoch im Rahmen des Deutschen Apothekertages stattfand, sagte der ABDA-Präsident: „Entscheidend ist, dass wir gemeinsam im Gesundheitssystem die Gesundheitskompetenz von Bürgerinnen und Bürgern steigern. Ein Mückenstich oder ein wunder Po beim Kind müssen nicht zwangsläufig zu einem Besuch beim Kinderarzt führen. Die Beratung in der öffentlichen Apotheke hilft bei leichten Erkrankungen und kann so auch die Ärzteschaft entlasten.“
Deutscher Apothekertag - Apotheken warnen vor weiteren Schließungen – Ministerin Warken verspricht Reformen
Düsseldorf – ABDA-Präsident Thomas Preis hat den Deutschen Apothekertag (DAT) mit einer vehementen Forderung nach besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Apotheken eröffnet: „Das Apothekennetz wird immer dünner. Die kürzlich veröffentlichen Halbjahreszahlen der ABDA zeigen, dass die Apothekenzahl inzwischen unter 16.900 gefallen ist. Die Leidtragenden sind Patientinnen und Patienten. Das darf so nicht weitergehen! Apotheken gehören klar und eindeutig zur Daseinsvorsorge. Diese wird im Bereich Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger und muss auch angesichts der dringend notwendigen Resilienz in Krisensituationen deutlich gestärkt werden.“
„Zukunft ist nur möglich mit wirtschaftlich stabilen Apotheken“
Düsseldorf – Eine zukunftsfähige und innovative Arzneimittelversorgung für die Menschen in Deutschland kann nur mit wirtschaftlich gesunden Apotheken funktionieren. „Zukunft ist nur möglich mit wirtschaftlich stabilen Apotheken“, sagte Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), zur heutigen Eröffnung der pharmazeutischen Fachmesse Expopharm in Düsseldorf: „Wenn wir auch in Zukunft eine wohnortnahe, sichere, niedrigschwellige und menschliche Arzneimittelversorgung aus den Apotheken vor Ort wollen, dann müssen wir heute die notwendigen Rahmenbedingungen dafür schaffen. Die Hauptursache der wirtschaftlichen Instabilität der Apotheken ist die seit Jahren fehlende Anpassung unserer Vergütung.“ Der DAV fordert daher, das Festhonorar pro rezeptpflichtigem Medikament anzuheben und die Beschränkung von Skonti schnellstmöglich aufzuheben. Dies sei durch eine Änderung der Arzneimittelpreisverordnung möglich, so dass es kein langes Gesetzgebungsverfahren brauche, sagte Hubmann.
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Deutscher Apothekertag - Umfragewerte aus der Apothekerschaft zeigen: Politisches Handeln ist dringend erforderlich!
Düsseldorf – Rund ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl drängt die Apothekerschaft darauf, dass die neue Bundesregierung ihre Versprechen zur Stärkung der Apotheken schnell, konsequent und nachhaltig umsetzt. „Der Koalitionsvertrag sieht vor, die Apotheken zu stärken und ihnen eine noch wichtigere Rolle im Gesundheitswesen zuzuweisen. Wir brauchen diese Reform dringend, denn die Apotheken stehen schon seit Jahren mit dem Rücken zur Wand. Unsere aktuellen Umfragewerte aus der Apothekerschaft zeigen, wie schwierig die Lage für die Apotheken und wie dringend deshalb der politische Handlungsbedarf ist“, sagte Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, auf der heutigen Pressekonferenz vor Beginn des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf (16.-18. September 2025), zu dem auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwartet wird. Die Zahl der Apotheken in Deutschland war allein im ersten Halbjahr 2025 um 238 auf 16.803 Betriebsstätten gesunken – ein Tiefstand seit Jahrzehnten.
Franziska Erdle wird am 1. Januar 2026 neue Hauptgeschäftsführerin der ABDA
Berlin – Franziska Erdle (53) wird zum 1. Januar 2026 auf Dr. Sebastian Schmitz in der Position als Hauptgeschäftsführerin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände folgen. Dr. Sebastian Schmitz beendet seine langjährige und erfolgreiche Tätigkeit für die ABDA mit Eintritt in das Rentenalter zum 31. Dezember 2025. Mit der Position der Hauptgeschäftsführung der ABDA ist auch die Geschäftsführung der Bundesapothekerkammer und des Deutschen Apothekerverbandes e.V. verbunden. Bereits zum 1. Oktober 2025 wird Franziska Erdle als Mitglied der Geschäftsführung ihre Arbeit bei der ABDA aufnehmen.
Franziska Erdle ist Juristin und hat umfangreiche Expertise in der Verbandsarbeit. Zuletzt war sie nahezu ein Jahrzehnt Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Metalle e.V. In dieser Funktion verantwortete sie die strategische und organisatorische Weiterentwicklung des Verbandes und vertrat die Interessen der Branche wirkungsvoll auf Bundes- und EU-Ebene.
„Mit Franziska Erdle gewinnen wir eine äußerst erfahrene Führungspersönlichkeit. Durch ihre juristisch und politisch geprägte Expertise sowie ihre langjährige Erfahrung in der Verbandsarbeit wird sie die ABDA gemeinsam mit unseren Gremien und Mitarbeitenden weiter sehr erfolgreich im Gesundheitswesen positionieren“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis.
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Grippeschutzimpfungen in Apotheken langfristig abgesichert
Berlin – Die Grippeschutzimpfungen in Apotheken werden auf lange Sicht finanziell abgesichert. Sie bleiben somit für viele Menschen ein niedrigschwelliges und hochwirksames Präventionsangebot. Apotheken und Krankenkassen haben sich auf eine zukunftsweisende Vergütungsregelung geeinigt, die auch für alle laufenden Corona-Impfungen sowie alle künftigen Impfungen in den Apotheken gilt. Der neue „Vertrag zur Durchführung und Abrechnung von Schutzimpfungen durch Apotheken nach § 132e Absatz 1a SGB V“ zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gilt ab dem 15. Oktober 2025. Neben der diesjährigen, einmaligen Erhöhung des Apothekenhonorars für Grippeschutzimpfungen in Apotheken regelt der Vertrag vor allem die regelhafte Anpassung sämtlicher Impfhonorare für Apotheken ab dem 1. September 2026 nach festgelegten Kriterien.
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29. Wirtschaftstage Sachsen-Anhalt Ende September in Merseburg
Merseburg – Die 29. Wirtschaftstage Sachsen-Anhalt finden am 26. und 27. September 2025 erneut im traditionsreichen Ständehaus in Merseburg statt. Die historische Location in unmittelbarer Nähe zum Radisson Blu Hotel bietet einen idealen Rahmen für fachlichen Austausch und persönliche Begegnungen.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle politische und wirtschaftliche Fragen der Apothekenwelt. Ein Höhepunkt ist sicherlich der Vortrag von Claudia Korf...
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LAV mit Engagement vor Ort: 34. Landessportspiele des BSSA in Weißenfels
Weißenfels - Die 34. Landessportspiele des BSSA am 23. August 2025 in Weißenfels standen ganz im Zeichen von Freude, Miteinander und sportlichem Teamgeist. Über 1000 Aktive traten in inklusiven Tandems an und erlebten einen unvergesslichen Tag voller Begeisterung, Wettkampf und Gemeinschaft. Mit Begeisterung wetteiferten die sportlichen Duos, sie vereinten Menschen mit und ohne Handicap, um Punkte...
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Fortbildungskongress pharmacon Schladming neu strukturiert – kompakter und mit noch mehr Inhalt
Berlin – Die Bundesapothekerkammer hat für den jährlich stattfindenden Fortbildungskongress pharmacon Schladming eine neue Struktur beschlossen. Der Kongress dauert nun von Sonntag bis Donnerstag fünf (bislang sechs) Tage. An diesen Tagen werden insgesamt 16 Vorträge (bislang 15) angeboten. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer: „Wir haben den pharmacon Schladming gestrafft: In kürzerer Zeit werden mehr Inhalte als bislang vermittelt, während wir das hohe wissenschaftliche Niveau der Vorträge beibehalten.“
Apothekenzahl sinkt weiter
Berlin – Die Zahl der Apotheken sinkt weiter sehr deutlich. Zur Jahresmitte 2025 gab es nur noch 16.803 Apotheken in Deutschland – das sind 238 Apotheken weniger als zum Jahresende 2024 (17.041). Den 271 Schließungen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 stehen nur 33 Neueröffnungen gegenüber. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024, als der Rückgang der Apothekenzahl bei 283 Betriebsstätten lag, hat sich die Dynamik im laufenden Jahr zwar leicht abgeflacht, zeigt aber weiterhin klar nach unten. Das ergibt eine aktuelle Erhebung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf Basis von Zahlen der Landesapothekerkammern. Allein in den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Apotheken um fast 2.000 Betriebsstätten gesunken. Das ist ein Verlust von mehr als 10 Prozent (Ende 2020: 18.753 Apotheken). Ein Ende des Negativtrends ist nicht erkennbar.
Bundesapothekerkammer begrüßt schnellere Berufsanerkennung ausländischer Fachkräfte
Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die Berufsanerkennung ausländischer Apothekerinnen und Apotheker zu erleichtern. Das sieht der Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen vor, den das BMG vorgelegt hat.
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Preis zum BGH-Urteil: Rabatte und Boni gehören nicht in die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung
Berlin – Mit der heutigen Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) wird eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus dem Jahr 2016 bestätigt. Damals hatte der EuGH geurteilt, dass die im Arzneimittelgesetz (AMG) festgehaltene Preisbindung aufgehoben werden muss. Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, sagt hierzu: „Wir bedauern, dass der klagende Bayerische Apothekerverband damit in seinem Verfahren unterliegt. Vorbehaltlich der Prüfung der schriftlichen Entscheidungsgründe gehen wir aber davon aus, dass es bei der durch das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz eingeführten sozialrechtlichen Preisbindung bleibt. Im Fünften Sozialgesetzbuch ist die Preisbindung gesetzlich festgelegt.“ Preis betont die Bedeutung dieser Preisbindung: „Arzneimittel sind keine schlichte Handelsware, sie sind höchst beratungsbedürftige Produkte mit umfangreichen Risikoprofilen – Rabatte und Boni gehören nicht in die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung. Klar ist auch: Sollte die Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Zweifel gezogen werden, wäre die Politik gefordert, schnellstmöglich Lösungen mit uns zu erarbeiten.“
Preis: Geplantes Gesetz zu Medizinalcannabis würde den Verbraucherschutz stärken
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgeschlagenen Änderungen am Medizinalcannabisgesetz. Am heutigen Montag ist ein Referentenentwurf aus dem BMG bekanntgeworden, mit dem das Ministerium von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Online-Verordnungen von medizinischem Cannabis regulieren will. ABDA-Präsident Thomas Preis dazu: „Das Anliegen der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die Cannabisverordnung durch Ärztinnen und Ärzte und die anschließende Abgabe durch Apothekerinnen und Apotheker sicherer zu machen, begrüßen wir ausdrücklich. Arzneimittel sind keine handelsüblichen Konsumgüter und gehören nicht auf rein kommerziell ausgerichtete Handelsplattformen.“
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Podcast zu pharmazeutischen Dienstleistungen gestartet
Berlin – Die Bundesapothekerkammer hat einen neuen kreativen Video-Podcast zu den pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) gestartet. Die Apothekerin Dr. Katja Renner und der Apotheker Dr. Steffen Schmidt sprechen über die praktische Durchführung der pharmazeutischen Dienstleistungen und ihre Erfahrungen im Apothekenalltag. Zum Start sind zunächst vier Folgen entstanden, die jeweils zirka 10 bis 15 Minuten lang sind und in einem 14-tägigem Rhythmus veröffentlicht werden sollen.
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ABDA feiert 75. Geburtstag
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände feiert am 12. Juli 2025 ihren 75. Geburtstag. Am 12. Juli 1950 votierte die Hauptversammlung des Deutschen Apothekertages in Berlin dafür, die „Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker“ – so ihr damaliger Name – zu gründen. Zu den in Westdeutschland und Westberlin ansässigen Kammern und Verbänden kamen im Zuge der Wiedervereinigung im Jahr 1990 auch die ostdeutschen Apothekerinnen und Apotheker hinzu. Im Jahr 2002 zog die Geschäftsstelle der ABDA von Eschborn nach Berlin um, seit 2019 befindet sich das Deutsche Apothekerhaus an seinem heutigen Standort in der Nähe des Reichstags. Die ABDA hat heute 34 Mitglieder – je 17 Landesapothekerkammern und -verbände – und vertritt die berufspolitischen Interessen von rund 17.000 öffentlichen Apotheken und 70.000 approbierten Apothekerinnen und Apothekern in Deutschland.
„Die Gründung der ABDA vor 75 Jahren war ein historischer Moment, der die Weichen für eine gemeinsame Berufsvertretung der Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland stellte“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis: „Unsere Erinnerung und unser Dank gelten vor allem Dr. Hans Meyer, der nicht nur die Gründung der ABDA initiierte, sondern als ihr erster Hauptgeschäftsführer auch maßgeblich den späteren Erfolg gestaltete.“ Preis weiter: „Zum diesjährigen Jubiläum blickt die ABDA stolz auf Jahrzehnte engagierter und kompetenter Arbeit zurück. Die ABDA ist heute eine starke Gemeinschaft, die die Interessen der Apothekerschaft gegenüber Politik und Gesellschaft mit Leidenschaft und Fachwissen vertritt.“ Der 75. Geburtstag wird offiziell im Rahmen des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf vom 16. bis 18. September 2025 gefeiert.
AMK: Qualitätsmängel bei Arzneimitteln mit Kindersicherung festgestellt
Berlin – Bei einigen rezeptpflichtigen Arzneimitteln mit Methylphenidat, die zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) eingesetzt werden, sind Vor-Ort-Apotheken auf Qualitätsmängel gestoßen.
„Die Apothekenteams berichteten über Schwierigkeiten bei der Entnahme der Kapseln aus kindergesicherten Blistern“, erklärte Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Die Blister sollen an einer perforierten Ecke über eine spezielle Lasche geöffnet werden. In mehreren Fällen ließ sich die Folie trotz großer Kraftanwendung nicht wie vorgesehen abziehen. Die Firma räumte in diesen Fällen einen Qualitätsmangel ein. Zusätzlich wurde berichtet, dass sich einzelne Kapseln nur mit spitzen Gegenständen oder durch Klopfen aus dem Blister lösen ließen. Beim Versuch, die Kapseln durch die Folie zu drücken, kam es zu Beschädigungen der Kapseln.
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Resolution: Bundesapothekerkammer warnt vor Cannabis-Bezug über Online-Plattformen
Berlin – In einer Resolution wendet sich die Bundesapothekerkammer (BAK) gegen den missbräuchlichen Bezug verschreibungspflichtiger Arzneimittel über Online-Plattformen. Mithilfe standardisierter Fragebögen werden dort ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt immer wieder Rezepte für Medizinalcannabis und andere beratungsbedürftige Arzneimittel ausgestellt. „Die Versorgung der Menschen mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln wie Medizinalcannabis darf nicht den kommerziellen Interessen von digitalen Handelsplattformen unterworfen werden“, sagt BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann.
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Gesundheitsministerkonferenz berät Apothekenstärkung
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt den Willen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), über eine schnelle Stärkung der Apotheken vor Ort zu beraten. Anlässlich des anstehenden Treffens der Gesundheitsministerinnen und -minister erklärt ABDA-Präsident Thomas Preis: „Die Ministerinnen und Minister haben die ‚Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen für den Apothekenbereich‘ weit oben auf ihrer Tagesordnung platziert – und genau da gehört dieses wichtige und drängende Thema auch hin. Allein die Tatsache, dass sich die Länder so intensiv mit diesem Aspekt aus dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung beschäftigen, zeigt, wie sehr ihnen die Arzneimittelversorgung unter den Nägeln brennt. Wir erwarten, dass sich die Länder klar und deutlich dafür aussprechen, die Apotheken schnellstmöglich wirtschaftlich zu stabilisieren. Nur dann können die Apothekenbetriebe mit Blick auf den demografischen Wandel neue Versorgungsaufgaben übernehmen.“ Die GMK als Gremium der Gesundheitsministerinnen und -minister aus den 16 Ländern tagt am 11. und 12. Juni in Weimar.
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Bundesapothekerkammer veröffentlicht Empfehlungen für Hitzeschutz in Apotheken
Berlin – Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat Empfehlungen veröffentlicht, wie Apotheken mit Hitzeperioden umgehen sollten. „Der Musterhitzeschutzplan soll Apotheken bei der Implementierung von Hitzeschutzmaßnahmen unterstützen. Unser Ziel ist es, sowohl die Sicherheit und Gesundheit der Patientinnen und Patienten als auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten sowie die Qualität von Arzneimitteln unter erhöhten Temperaturbedingungen zu sichern“, sagte BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann. Der Plan dient als Grundlage für Schutzmaßnahmen in den Apotheken und zu ihrer Weiterentwicklung. „Es gibt von der Bundesapothekerkammer bereits verschiedene Materialien, die die Apotheken nutzen können. Beispiel sind Flyer für Patienten, um für das Thema zu sensibilisieren. Wir möchten mit dem neuen Plan die Apotheken sensibilisieren, sich mit dem Thema Hitzeschutz auseinanderzusetzen, ohne neue bürokratische Vorgaben aufzubauen.“
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Tag der Apotheke: Apotheken können so viel (mehr)!
Berlin – Anlässlich des diesjährigen Tages der Apotheke weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf die vielen Sonderleistungen hin, die in den Apotheken neben dem Kauf von Medikamenten, dem Einlösen von Rezepten und der Arzneimittel- und Gesundheitsberatung angeboten werden. „Maßgeschneidert auf die persönlichen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten bieten Apotheken vom Impfen über die erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation bis zur speziellen Versorgung suchtkranker Menschen immer mehr Spezialleistungen an. Keine dieser Leistungen gehört zum gesetzlichen Pflichtprogramm einer Apotheke. Im Gegenteil: Die Apothekenteams haben dafür besondere Qualifikationen erworben, um ihr Leistungsspektrum zu erweitern“ sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. Eine Übersicht der häufigsten Dienstleistungen der Apotheken vor Ort gibt es im Statistischen Jahrbuch „Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2025“, das die ABDA zum diesjährigen Tag der Apotheke am 7. Juni veröffentlicht.
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Apotheken informieren zu Arzneimitteln bei Hitzewellen
Berlin – Die Apotheken sind für die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten auch während einer Hitzewelle vorbereitet. Darüber informiert die Bundesapothekerkammer zum diesjährigen Hitzeaktionstag am 4. Juni. „Anhaltend hohe Temperaturen können einerseits die Wirkung von Medikamenten im Körper verändern, dann kann eine individuelle Dosisanpassung empfehlenswert sein“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Andererseits kann eine zu warme Lagerung die Medikamente unbrauchbar machen. Wir beraten unsere Patientinnen und Patienten auch dazu gerne im persönlichen Gespräch.“
Verschiedene Arzneimittel wie zum Beispiel Entwässerungsmittel, Blutdrucksenker, Schlaf- oder Abführmittel beeinflussen den Flüssigkeitshaushalt und die Abkühlungsmechanismen des Körpers. Kommt es durch starkes Schwitzen zu einem Flüssigkeitsverlust, kann deshalb die Wirkung der Medikamente zunehmen. Bei Hitze steigt zudem die Durchblutung der Haut. Arzneimittelhaltige Pflaster können dann mehr Wirkstoff ins Blut abgeben, was wiederum Nebenwirkungen verstärken kann.
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Tag der Apotheke: Soforthilfe umgehend benötigt
Magdeburg - „Wir hoffen sehr, dass die Bundesregierung die im Wahlkampf versprochene Soforthilfe schnell umsetzt“, fordert Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbands Sachsen-Anhalt, anlässlich des bevorstehenden Tags der Apotheke am 7. Juni. Die neu gebildete Bundesregierung hat betont, keine 100 Tage für die Umsetzung zentraler Gesetzesvorhaben zu benötigen, sondern bereits in den ersten 70 Tagen, also noch vor der Sommerpause, handeln zu wollen...
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Fortbildungskongress pharmacon abgeschlossen
Berlin – Der Fortbildungskongress pharmacon Meran 2025 endete am vergangenen Freitag. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer und Franziska Scharpf, BAK-Vizepräsidentin werten ihn in ihrem gemeinsamen Abschlusswort als Erfolg. Scharpf: „Der pharmacon Fortbildungskongress bot wieder die Möglichkeit zum Miteinander und Austausch sowie für Gespräche mit Kollegen aber auch mit der Berufspolitik, zum Beispiel mit dem Vorstand der Bundesapothekerkammer.“
Schwangere nehmen zu selten Nahrungsergänzungsmittel ein
Schwangere sollten Nahrungsergänzungsmittel einnehmen und sich dazu in einer Apotheke beraten lassen. „Obwohl der erhöhte Bedarf seit langem bekannt ist, nimmt nur rund die Hälfte aller Schwangeren Folsäure in ausreichend hohen Mengen ein. Das bedeutet umgekehrt, das jede zweite Schwangere und deren Kind unterversorgt sind. Das müssen wir ändern und ich setze auf die Beratung in den Apotheken“, sagte Professor Martin Smollich beim pharmacon, dem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. „Bei Jod erreichen 30 Prozent der Frauen die Zufuhrempfehlungen nicht, bei Eisen 40 Prozent.“ Smollich ist Apotheker und leitet die Arbeitsgruppe Pharmakonutrition am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.
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Selbstmedikation in der Schwangerschaft nur nach Apothekenberatung
Bei leichten Erkrankungen ist die Selbstmedikation auch für Schwangere möglich. „Ich rate jeder schwangeren Frau dazu, sich in der Apotheke vor Ort ausführlich beraten zu lassen. Denn nicht alle Medikamente sind auch in der Schwangerschaft für Mutter und ungeborenes Kind empfehlenswert“, sagte Dr. Miriam Ude beim pharmacon, dem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Ude ist angestellte Apothekerin in einer Apotheke in Hessen. „Meine Devise ist: So wenig Arzneimittel wie möglich, aber auch so viele wie nötig! Ich wäge bei der individuellen Beratung immer Nutzen und Risiko gegeneinander ab und informiere meine Patientin ausführlich.“
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Bei Hautinfektionen in der Apotheke beraten lassen
Meran – Infektionen der Haut durch Bakterien, Pilze oder andere Erreger sollten ernst genommen werden. Gleichzeitig müssen viele Patientinnen und Patienten oft monatelang auf einen Termin in einer dermatologischen Praxis warten. „Apotheker und Apothekerinnen können einen wichtigen Beitrag leisten bei der Einordnung der Symptome, der Therapie, der Prävention, der Patientensteuerung und dem Selbstmanagement von Hautinfektionen. Sie sind oft erste Ansprechpersonen von betroffenen Patientinnen und Patienten“, sagte Professorin Julia Welzel beim pharmacon, dem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Sie ist Dermatologin und Direktorin der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Universitätsklinikum Augsburg.
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Infektionen durch Mücken nehmen zu
Meran – Durch den Klimawandel gibt es in Deutschland und Europa zunehmend Infektionskrankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Darüber informierte Frau Professorin Clarissa Prazeres da Costa beim pharmacon, dem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. „Infektionskrankheiten, die früher nur in den Tropen auftauchten, können inzwischen auch bei einem Urlaub am Mittelmeer oder sogar in Deutschland übertragen werden. Beispiele sind das Dengue-Fieber, das West-Nil-Virus oder die Leishmaniose. “Bei Fieber nach einer Reise muss man immer auch an diese Erkrankungen denken“, sagte da Costa. Die Medizinerin arbeitet am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene und ist Mitbegründerin des Zentrums für Globale Gesundheit an der Technischen Universität München.
Bundesapothekerkammer fordert zügige Umsetzung des Koalitionsvertrags
Meran – Die Bundesapothekerkammer begrüßt den Koalitionsvertrag und fordert eine zügige Umsetzung der dort angekündigten, apothekenpolitischen Maßnahmen. „Das Papier allein versorgt keine Patientinnen und Patienten. Unsere Struktur ist ein Erfolgsmodell – kein Sanierungsfall“, sagte Dr. Armin Hoffmann am gestrigen Sonntag bei der Eröffnung des Fortbildungskongresses pharmacon. „Wir fordern verlässliche Rahmenbedingungen und die angemessene Vergütung unserer Leistungen. Apotheken sind mehr als nur Orte der Arzneimittelabgabe und Beratung. Sie sind zentrale gesundheitspolitische Infrastruktur.“ Insgesamt bezeichnete er die Passagen im Koalitionsvertrag, die die öffentlichen Apotheken betreffen, als Erfolg für den gesamten Berufsstand. „Endlich haben wir wieder die Chance, zu gestalten und Angebote zu machen – zumindest erhalten wir diese klaren Signale aus der Gesundheitspolitik“, sagte Hoffmann.
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Enge Zusammenarbeit aller Heilberufe notwendig
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Besondere Apothekenprojekte in Hessen, Berlin und Baden-Württemberg prämiert
Berlin – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) vergibt den Deutschen Apotheken-Award (DAA) 2025 nach Hessen, Berlin und Baden-Württemberg. Bei der fünften Auflage dieses bundesweit ausgeschriebenen Preises hatten sich 36 Projekte aus ganz Deutschland beworben. Seit 2015 würdigt der DAV das herausragende Engagement von Apotheken, die sich besonders kreativ und innovativ auf die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten vor Ort einstellen. Die feierliche Preisverleihung fand heute beim DAV-Wirtschaftsforum in Berlin statt.
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Thomas Benkert wird Ehrenpräsident der Bundesapothekerkammer
Berlin/Saarbrücken – Thomas Benkert (68) wurde heute als Ehrenpräsident der Bundesapothekerkammer (BAK) ausgezeichnet. Diese Ehrung des BAK-Vorstands wurde bei der heutigen Mitgliederversammlung erstmals überreicht. Benkert war von 2020 bis 2024 Präsident und von 2013 bis 2020 Vizepräsident der BAK. Dr. Armin Hoffmann, seit 2025 BAK-Präsident, würdigte Benkert für seine vielfältigen Verdienste auf Bundes- und Landesebene. „Der Vorstand der Bundesapothekerkammer hat entschieden, das besondere Engagement von Thomas Benkert auch besonders zu ehren. Die Weiterentwicklung der apothekerlichen Berufsausübung lag ihm immer besonders am Herzen – dafür danken wir Thomas Benkert.“
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25 Jahre Leitlinien der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung
Berlin – Seit 25 Jahren bietet die Bundesapothekerkammer Leitlinien und Arbeitshilfen zur Qualitätssicherung an. „Wir setzen Qualitätsmaßstäbe für alle Apothekerinnen und Apotheker und aktualisieren diese regelmäßig zusammen mit Expertinnen und Experten“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Es gibt einen einfachen Grund, warum wir uns diese Mühe machen: Wir sind ein freier Heilberuf. Zur Freiberuflichkeit gehört auch, dass wir immer auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik arbeiten.“
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ABDA freut sich auf Zusammenarbeit mit Nina Warken
Berlin – Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände freut sich auf die Zusammenarbeit mit Nina Warken als neue Bundesgesundheitsministerin. Zur Bekanntgabe der künftigen Ministerinnen und Minister von CDU und CSU äußert sich ABDA-Präsident Thomas Preis wie folgt: „Mit der neuen Gesundheitsministerin bietet sich für das gesamte Gesundheitswesen eine große Chance, notwendige Reformen entschlossen anzugehen und das System patientenorientiert weiterzuentwickeln.“
Ein zentrales Anliegen der Apothekerschaft an die neue Ministerin ist die dringende Reform der Apothekenvergütung. Preis dazu: „Das Apothekenhonorar ist seit 2013 faktisch eingefroren. Um das daraus resultierende Apothekensterben zu stoppen und die wohnortnahe Versorgung zu sichern, muss das Apothekenhonorar – wie im Koalitionsvertrag angekündigt – schnell erhöht werden. Wie in anderen Bereichen des Gesundheitswesens muss unsere Vergütung zudem dringend dynamisiert werden.“
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Virtuelle Apotheke auf Nachwuchsseite www.apotheken-karriere.de komplettiert
Berlin – Auf der Seite www.apotheken-karriere.de gibt es nun noch mehr Informationen über die Arbeit in den Apotheken. Denn die ‚virtuelle Apotheke‘, in der sich Interessierte in einem 3D-Modell in der Apotheke bewegen können, wurde erweitert. „Apotheken sind aus dem Stadtbild nicht weg zu denken – aber wer eine Apotheke betritt, sieht nur einen Bruchteil unserer vielfältigen Aufgaben“, sagte Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Deshalb haben wir eine ‚virtuelle Apotheke‘ aufgebaut. Hier können sich Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und andere Interessierte selbst einen Eindruck verschaffen.“
Die Internetseite www.apotheken-karriere.de wurde bislang von mehr als 315.000 einzelnen Nutzern besucht. Auf dieser Seite werden vielfältige weitere Informationen zu den Apothekenberufen angeboten.
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Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker neu berufen
Berlin – Der Vorstand der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat den Vorsitzenden und die Mitglieder der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) für die Jahre 2025 bis 2028 berufen. Vorsitzender der AMK bleibt Prof. Dr. Martin Schulz. Die AMK hat ab 2025 inklusive des Vorsitzenden 21 Mitglieder; darunter Expertinnen und Experten aus allen Gebieten der Pharmazie und Arzneimittel(therapie)sicherheit inklusive Pharmakologie, Toxikologie, Kardiologie und Intensivmedizin. Auch der Präsident der Bundesapothekerkammer, Dr. Armin Hoffmann, ist Mitglied der AMK. Die Liste aller Mitglieder ist unter https://www.abda.de/themen/arzneimittelsicherheit/amk/wir-ueber-uns/vorstand-amk/ verfügbar.
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Nachfrage nach Apotheker-Fortbildungen weiterhin auf hohem Niveau
Berlin – Apothekerinnen und Apotheker, Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) und Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) bildeten sich auch im Jahr 2024 intensiv fort. „Unsere Fortbildungsangebote werden nach wie vor gut angenommen, auf einem stabilen Niveau. Darüber freue ich mich, denn das bestätigt die hohe Qualität der Angebote von Apothekerkammern und ‑verbänden“, sagte Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Digitale Angebote wie zum Beispiel Webinare werden immer stärker genutzt – vermutlich, weil sie sich am besten in den Berufsalltag einfügen lassen. Diesen Trend werden wir weiter beobachten und das Angebot entsprechend anpassen.“ Apothekerinnen und Apotheker erfüllen damit ihre Pflicht zur regelmäßigen Fortbildung, zu der sie durch ihre Berufsordnungen verpflichtet sind.
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Apothekerschaft schlägt neue Versorgungsaufgaben für Apotheken vor Ort vor
Berlin – Die Apotheken vor Ort können einen entscheidenden Beitrag leisten, den Herausforderungen im Gesundheitswesen wirksam zu begegnen. In Zeiten knapper Ressourcen sollte das Potenzial der Apothekerinnen und Apotheker als hochqualifizierter akademischer Heilberuf in den etwa 17000 Apotheken stärker genutzt werden. Mit dem Positionspapier „In eine gesunde Zukunft mit der Apotheke“ macht die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände Vorschläge, welche weiteren Aufgaben Apotheken vor Ort zukünftig übernehmen können.
ABDA-Präsident Thomas Preis sagt dazu: „Zur Sicherung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung können wir unsere Kernaufgabe der Arzneimittelversorgung um weitere Leistungen erweitern und ergänzen. Mit diesem Papier möchten wir mit der Politik, den Akteuren im Gesundheitswesen und den Patientinnen und Patienten über eine gemeinsame, patientengerechte Gesundheitsversorgung der Zukunft ins Gespräch kommen. Eine zukunftsfähige Rolle der Apotheken erfordert gestärkte Strukturen und eine faire, leistungsorientierte Honorierung.“
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Bürokratische Entlastungen in der Pflegehilfsmittel-Versorgung für Apotheken und ihre Patienten
Berlin – Das Schiedsverfahren zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) über die Rahmenbedingungen in der Pflegehilfsmittel-Versorgung ist abgeschlossen. Ab dem 1. Juni 2025 werden sich für Apotheken, ihre Patientinnen und Patienten sowie pflegende Angehörige zahlreiche bürokratische Entlastungen ergeben.
Zur Erklärung: In Deutschland haben rund 3,8 Millionen Menschen, die zu Hause gepflegt werden, Anspruch auf bestimmte Pflegehilfsmittel, wie beispielsweise Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und -tücher sowie Bettschutzeinlagen. Die Apotheken beraten und versorgen diese Personen individuell und patientenbezogen. Durch den Schiedsspruch sind die Pflegekassen beispielsweise künftig dazu verpflichtet, die beliefernden Apotheken unverzüglich darüber zu informieren, wenn der Patient oder die Patientin einen anderen Leistungserbringer wählt – dadurch sinkt das Ausfallrisiko für die Apotheken.
ABDA weitet Nachwuchs-Kampagne aus und startet eigenen TikTok-Kanal
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände intensiviert ihre Bemühungen um den pharmazeutischen Nachwuchs. Dazu hat die Standesvertretung der Apothekerschaft einen eigenen TikTok-Kanal ins Leben gerufen, der die Jugendlichen auf die Apothekenberufe aufmerksam macht. „Der Fachkräftemangel nagt an den Apotheken. Bis zum Ende dieser Dekade könnten bis zu 10.000 approbierte Apothekerinnen und Apotheker in den Betrieben fehlen. Und auch bei den anderen Apothekenberufen gibt es zu wenig qualifizierten Nachwuchs. Wir wollen während der Berufsfindungsphase noch gezielter auf junge Menschen zugehen“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. „Gerade für junge Menschen ist die Arbeit in den Apotheken vor Ort sinnstiftend: Wir helfen den Menschen in der für sie wichtigsten Angelegenheit: ihrer Gesundheit! Außerdem bieten wir wohnortnahe Arbeitsplätze an. Mit unserer Kampagne wollen wir darüber aufklären, wie der Berufsalltag von Apothekerinnen und Apothekern, pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) und pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) aussieht.“
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ABDA-Präsident fordert schnelle Umsetzung der Koalitionspläne
Berlin – Zu den heute bekannt gewordenen Ergebnissen der Koalitions-Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege erklärt ABDA-Präsident Thomas Preis:
„Wir begrüßen es, dass die Gesundheitsexpertinnen und -experten von Union und SPD die Apotheken in dem geplanten Koalitionsvertrag als erste Anlaufstelle in der Gesundheitsversorgung anerkennen. Dieser Aufgabe können die Apotheken aber nur gerecht werden, wenn sie nach zwölf Jahren Honorar-Stillstand endlich wirtschaftlich stabilisiert werden. Die chronische Unterfinanzierung der Apotheken hat dafür gesorgt, dass wir in den vergangenen zehn Jahren fast 20 Prozent aller Apotheken verloren haben. Insofern ist es nachvollziehbar, dass die Gesundheitsexpertinnen und -experten einer möglichen schwarz-roten Koalition nun einen ersten Schritt in die richtige Richtung gehen und die Apotheken wirtschaftlich stärken wollen.
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Einweihung der Sonderstempelstelle der Heilberufe am Wellbornskopf
Wernigerode - Am 21. März 2025 wurde bei strahlendem Wetter die Sonderstempelstelle der Heilberufe am Wellbornskopf eingeweiht. Klaus Dumeier, Chef der Harzer Wandernadel, und Steven Engel errichteten die Stempelstelle an dem Ort, wo im vergangenen Herbst 9.000 Douglasien und Roterlen von den Heilberufen gepflanzt wurden. Michael Selmikat, Oberförster des Wernigeröder Stadtwaldes, bedankte sich für die Unterstützung...
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Stabile Gesundheitsversorgung als Stabilitätsanker unserer Demokratie
Berlin – Die vier führenden Verbände in der Gesundheitsversorgung ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben eine Allianz für ein „starkes, resilientes Gesundheitssystem“ geschlossen. In einem gemeinsamen Positionspapier beschreiben sie die Vision eines leistungsfähigen Gesundheitssystems als Basis einer demokratischen Gesellschaft und damit zugleich auch des sozialen Friedens.
Deutlich kritisieren die Institutionen die Gesundheitspolitik der vergangenen Legislaturperiode. „Sie war geprägt durch ein bisher nicht bekanntes Maß an Misstrauen gegenüber der Selbstverwaltung, aber auch gegenüber den Leistungserbringern in Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken“, heißt es im Papier.
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E-Patientenakte: Probleme müssen vor bundesweitem Rollout gelöst werden
Berlin – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker begrüßen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA), fordern aber noch weitere Tests unter realen Versorgungsszenarien und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, um einen verbesserten Schutz der Gesundheitsdaten von Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. „Die elektronische Patientenakte kann für die Versorgung aller Patientinnen und Patienten einen echten Mehrwert schaffen. Sie muss aber zuvor ausreichend in der Praxis erprobt werden. Die Gesundheitsdaten von Patientinnen und Patienten müssen noch besser geschützt werden als in den aktuellen Versionen der ePA“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Die Apotheken haben vor einem Jahr die Einführung des elektronischen Rezeptes erfolgreich gestemmt. Jetzt wollen wir auch dazu beitragen, dass die ePA flächendeckend genutzt werden kann. In der laufenden Pilotphase müssen aber noch offene, technische Probleme gelöst werden. Außerdem fordern wir für unsere Patientinnen und Patienten, dass zusätzliche Datenschutzmaßnahmen ergriffen werden, um noch vorhandene Sicherheitslücken zu schließen. Wir möchten mit dem Bundesgesundheitsministerium dazu weiterhin eine konstruktive Diskussion führen, damit der bundesweite Rollout der ePA gelingt.“
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Apotheker helfen dabei, Schwindelpräparate zu erkennen
Berlin – Verbraucherinnen und Verbraucher sollten Werbeversprechen für Arzneimittel oder andere Präparate kritisch hinterfragen – vor allem, wenn Nahrungsergänzungsmittel als Alternativen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten angepriesen werden. „Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist oft eben nicht wahr. Es gibt immer wieder Schwindelpräparate. Hinterfragen Sie Werbeversprechen kritisch und nutzen Sie die Beratungs- und Fachkompetenz Ihrer Apotheke vor Ort“, rät Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer.
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Neue ABDA-Kampagne setzt Fokus auf Apothekenleistungen
Berlin - Mit neuen Gesichtern von echten Apothekerinnen und Apothekern startet die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände die nächste Stufe ihrer bundesweiten Dachkampagne „Gesundheit sichern. Die Apotheke.“. ABDA-Präsident Thomas Preis erklärt: „Nach der Bundestagswahl und während der Regierungsbildung wollen wir der Gesellschaft und der Politik authentisch und emotional verdeutlichen, wie wichtig die Kompetenzen und Leistungen der Apothekerinnen und Apotheker für die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung sind. Die Motive und die dazugehörigen Slogans lenken den Fokus auf die wohnortnahe Arzneimittelversorgung, die tausende Apothekenteams Tag und Nacht sicherstellen.“ Preis weiter: „Begleitet werden alle Motive von dem Slogan ‚Weil es um Menschen geht. Die Apotheke.‘. Damit kommunizieren wir deutlich: Wir Apothekerinnen und Apotheker sind unverzichtbare Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, wenn es um die Gesundheit der Menschen geht.“
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Koalitionsbildung: Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung muss zentrales Thema sein
Berlin – Anlässlich der gestarteten Sondierungsgespräche von CDU/CSU und SPD fordert die Apothekerschaft die Verhandlungspartner auf, die Stabilisierung der Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort zu einem zentralen Thema in der Gesundheitspolitik zu erklären.
„Die Menschen in Deutschland brauchen eine gute wohnortnahe Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung durch Apotheken“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung ist derzeit geprägt von Lieferengpässen und einer dramatisch sinkenden Apothekenzahl. Das macht die Versorgung immer komplizierter. Doch gerade mit Blick auf die alternde Bevölkerung, den medizinischen Fortschritt und die Digitalisierung brauchen die Menschen wohnortnah gestärkte und stabile Apotheken, die sie als erste Ansprechpartner im Gesundheitswesen stets nutzen können. Union und SPD müssen die Apotheken daher im Rahmen eines Sofortprogrammes sehr schnell stabilisieren – denn durch den politisch gewollten Honorar-Stillstand in den vergangenen zwölf Jahren ist eine dramatische Unterfinanzierung der Apothekenbetriebe entstanden.“
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ABDA-Präsident: Verbraucher müssen vor gefährlichen Arzneimittel-Werbeaktionen geschützt werden
Berlin – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt Teile eines aktuellen Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), das sich mit Rabatt- und Werbeaktionen ausländischer Arzneimittel-Versandhändler beschäftigt. Konkret hat der EuGH am heutigen Donnerstag unter anderem geurteilt, dass die EU-Mitgliedstaaten Werbeaktionen von Arzneimittel-Versendern (bspw. Gutscheine) verbieten dürfen, wenn durch diese Aktionen mittelbar der Kauf nicht-verschreibungspflichtiger Arzneimittel gefördert wird.
ABDA-Präsident Thomas Preis dazu: „Es ist richtig und wichtig, dass der EuGH den besonderen Charakter von Arzneimitteln anerkennt – ihre therapeutischen Wirkungen unterscheiden Arzneimittel substantiell von anderen Waren. Wir begrüßen es daher ausdrücklich, dass der Gerichtshof die strengen Vorgaben des EU-Gesetzgebers zur Arzneimittelwerbung bestätigt. Denn: Diese Vorschriften dienen dem Verbraucherschutz. Gutscheinaktionen dürfen in keinem Fall dazu führen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher zu einer übermäßigen Einnahme von Arzneimitteln motiviert werden. Egal ob rezeptpflichtig oder nicht – Arzneimittel haben Neben- und Wechselwirkungen. Die Einnahme sollte daher immer mit Ärztinnen und Ärzten und Apothekerinnen und Apothekern abgesprochen sein.“
Vor dem Ramadan in der Apotheke beraten lassen
Berlin – Wer während des Ramadans fastet und regelmäßig Medikamente zu bestimmten Tageszeiten einnehmen muss, sollte sich in der Apotheke beraten lassen. „Eine Dauertherapie bitte nicht ohne Rücksprache unterbrechen oder verändern“, sagt Franziska Scharpf, Vizepräsidentin der Bundesapothekerkammer. „Wir stehen gerne bereit, um für unsere Patientinnen und Patienten individuelle Lösungen zu finden.“
Der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt dieses Jahr am 1. März. Fastende verzichten dann einen Monat lang freiwillig bei Tageslicht auf Speisen und Getränke. Kranke Muslime müssen nach den religiösen Vorschriften des Korans nicht fasten. Viele möchten dies aber trotzdem tun. Viele Gläubige verschieben die Anwendung von peroralen, nasalen oder rektalen Arzneimitteln auf die Zeit nach Sonnenuntergang oder vor dem Sonnenaufgang. Die Anwendung von Dosiersprays oder Pulverinhalatoren gegen Asthma oder andere Lungenkrankheiten verstößt nicht gegen die Fastenregeln. In einigen Fällen ist es möglich, während des Ramadans auf solche Arzneiformen auszuweichen – bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln allerdings nur nach ärztlicher Rücksprache.
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Wahlinitiative „What`s Apo“ zeigt: Neu gewählte Abgeordnete wollen starke Apotheken
Berlin – Einen Tag nach der Bundestagswahl zeigt sich ABDA-Präsident Thomas Preis sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Wahlinitiative „What’s Apo – Status Gesundheitspolitik“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Unsere Wahlaktion zeigt deutlich, wie wichtig den Politikerinnen und Politikern im ganzen Land die Versorgung der Menschen in ihren Wahlkreisen ist. Sowohl aus den zahlreichen Statements, als auch aus der Umfrage erkennt man deutlich, dass die neuen Bundestagsabgeordneten starke Apotheken wollen, die in der wohnortnahen Primärversorgung eine noch größere Rolle als zuvor einnehmen. Fakt ist aber auch, dass die Apotheken dringend ein Sofortprogramm zur Stabilisierung benötigen, um das rapide Absinken der Apothekenzahl endlich zu stoppen! In den kommenden Wochen werden wir die neugewählten Abgeordneten an ihren Antworten bei ‚What’s Apo‘ messen. Wir werden die Koalitionsverhandlungen aktiv begleiten und immer wieder auf die wirtschaftliche Schieflage sehr vieler Apotheken hinweisen.“
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Grippeimpfung: Sachsen-Anhalt hat bundesweit höchste Impfquote - Trend ist rückläufig
Magdeburg - Die aktuelle Grippesaison hat wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht. Doch noch immer ist es möglich und sinnvoll, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. (LAV) hat untersucht, wie sich die Impfbereitschaft in diesem Winter zum Vergleich der letzten Jahre entwickelt hat...
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Apotheken bieten Selbsttests auf verschiedene Infektionen an
Berlin – Wer sich selbst auf eine Infektion testen möchte, erhält in Apotheken verschiedene Tests. Seit kurzem dürfen Apotheken – nach einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung – auch Streptokokken-Tests abgeben, sofern diese vom Hersteller zur Anwendung durch Laien vorgesehen sind. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer: „Je eher eine Infektionskrankheit bekannt ist, desto eher kann die ärztliche Behandlung beginnen. Die Apothekenteams beraten kompetent zu allen Selbsttests und welche Handlungsempfehlungen sich aus einem positiven oder negativen Testergebnis ergeben.“
Streptokokken sind Bakterien, die unter anderem für Scharlach-Infektionen verantwortlich sind. Als Probenmaterial für die Selbsttests dient ein Abstrich der Rachenschleimhaut. Scharlach tritt häufig bei Kindern auf. Er äußert sich zu Beginn eher unspezifisch und verursacht Kopf- oder Halsschmerzen und Fieber. Nach ein bis zwei Tagen tritt ein Hautausschlag auf. Typisch ist eine weiß belegte, später gerötete „Himbeerzunge“. Bei einem positiven Streptokokken-Selbsttests sollten Erkrankte einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Dann können ggf. Antibiotika gegen die bakterielle Infektion verordnet werden. Gegen eine durch eine Virusinfektion ausgelöste Erkältung helfen Antibiotika hingegen nicht.
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Apotheker rufen zur Wahl auf: Mit „What’s Apo“ über Gesundheitspolitik vor Ort informieren!
Berlin – Auf www.whatisapo.de können sich alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland darüber informieren, wie die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten die Gesundheitsversorgung vor Ort verbessern wollen. In den vergangenen Wochen hat die Initiative „What’s Apo – Status Gesundheitspolitik“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände Kandidierende in allen 299 Wahlkreisen zur Abgabe von Statements zu wichtigen gesundheitspolitischen Themen aufgerufen. Rund 250 Statements sind schon eingegangen – und täglich werden es mehr. Die Politikerinnen und Politiker erklären in ihren Aussagen, wie sie zentrale Probleme in der Versorgung, wie etwa die dramatisch sinkende Apothekenzahl oder die Arzneimittel-Lieferengpässe, lösen würden.
Apothekenmeldungen zu Arzneimittelrisiken auf Rekordniveau
Berlin – Im Jahr 2024 verzeichnete die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) mit 10.882 Verdachtsfällen zu Arzneimittelrisiken, wie Qualitätsmängel oder Nebenwirkungen, einen neuen Höchststand. Die Meldungen gingen aus knapp 5000 (Krankenhaus-)Apotheken ein. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der Meldungen um über 2.500 und die Zahl der meldenden Apotheken um 572.
„Die Apotheke vor Ort ist die letzte Kontrollinstanz zur Gewährleistung einer effektiven und sicheren Arzneimitteltherapie. Ich danke allen Apothekenteams dafür, dass sie erkannte Arzneimittelrisiken an die AMK melden“, sagte AMK-Vorsitzender Prof. Dr. Martin Schulz. „Apothekerinnen und Apotheker leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit und damit für die Patientensicherheit.“
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Große Zufriedenheit mit Impfungen in Apotheken
Berlin – Die Grippeschutzimpfungen in Apotheken werden von Patientinnen und Patienten sehr gut angenommen. Forschende verschiedener Universitäten werteten rund 11.500 Patienten-Fragebögen aus den Jahren 2020 bis 2023 aus; die Ergebnisse wurden vor kurzem wissenschaftlich publiziert. Rund 94 Prozent der Teilnehmenden gaben an, mit der Impfung in der Apotheke sehr zufrieden zu sein. Ohne das Impfangebot der Apotheken hätten sich 17 Prozent der befragten Patientinnen und Patienten nicht impfen lassen. Dazu Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer: „Je mehr Menschen gegen Infektionskrankheiten geimpft sind, desto besser. Das niedrigschwellige Angebot der Apotheken vor Ort erreicht auch Menschen, die sich bislang nicht impfen ließen.“
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Bundestagswahl: Parteien wollen Apotheken stärken, Honorierung angehen und Leistungen ausbauen
Berlin – Die für den Bundestag kandidierenden Parteien wollen die Apotheken vor Ort stärken, die seit Jahren eingefrorene Honorierung angehen und zusätzliche Leistungen der Apotheken, wie etwa das Impfen, ausbauen. Das geht aus Antworten von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Grüne, FDP und LINKE auf sechs „Wahlprüfsteine“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hervor.
„Die Parteien fordern die Stärkung der Apotheken bereits in ihren Wahlprogrammen. Und auch in den Antworten auf unsere Wahlprüfsteine stellen sie klar, dass die Apotheken als unverzichtbare Säule der Primärversorgung stabilisiert werden müssen. Das ist ein sehr gutes Zeichen, denn damit stehen die Apotheken auf der gesundheitspolitischen Tagesordnung“, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. „In den Antworten auf unsere Wahlprüfsteine versprechen zahlreiche Parteien eine wirtschaftliche Stärkung der Apotheken. Wir werden die Politikerinnen und Politiker daran erinnern, was sie vor der Wahl angekündigt haben. Neben der Honoraranhebung muss auch eine Kompetenzausweitung für Apothekerinnen und Apotheker Teil des neuen Regierungsprogramms werden! Denn mit Blick auf die alternde Gesellschaft, den medizinischen Fortschritt und den Kostendruck im Gesundheitswesen ist für die Versorgung von Patientinnen und Patienten eine erweiterte pharmazeutische Kompetenz unerlässlich.“ Der ABDA-Präsident kündigt daher an: „Schon während der Koalitionsverhandlungen werden wir die künftigen Regierungspartner mit Nachdruck auf die eklatant schwierige wirtschaftliche Situation der Apotheken hinweisen. In den vergangenen zehn Jahren sind rund 18 Prozent der wohnortnah versorgenden Apotheken weggebrochen. Das liegt insbesondere daran, dass das Apothekenhonorar seit 2013 nicht mehr erhöht wurde – obwohl die Kosten der Betriebe im selben Zeitraum um rund 60 Prozent gestiegen sind. Unsere Patientinnen und Patienten brauchen starke Apotheken, die ihnen als erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen kompetent beiseite stehen.“
Apotheken sollen im Sofortprogramm verankert werden
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Apotheken melden Probleme bei der Anwendung von ‚Abnehmspritzen‘
Berlin – Apotheken beanstanden vermehrt Probleme bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Tirzepatid. Das meldet die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Tirzepatid ist unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus sowie zum Gewichtsmanagement. Es wird einmal wöchentlich von den Patientinnen und Patienten selbst injiziert. „Uns haben mehr als hundert Verdachtsfälle erreicht: Patientinnen und Patienten sind verunsichert, weil sie einen technischen Defekt des Pens vermuten. Die Apothekenteams müssen hier viel Aufklärungsarbeit leisten, um die Arzneimitteltherapiesicherheit zu garantieren“, sagt AMK-Vorsitzender Prof. Dr. Martin Schulz.
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Preis: "Wir werden die Parteien daran messen, was sie jetzt sagen!"
ABDA-Präsident Thomas Preis hat im Rahmen einer gesundheitspolitischen Podiumsdiskussion im Berliner Apothekerhaus am gestrigen Mittwochabend eine schnelle finanzielle Entlastung für die Apotheken vor Ort nach der Bundestagswahl gefordert. "Durch den Kassenabschlag, die Umsetzung der Rabattverträge, die Einziehung der Zuzahlungen und das Eintreiben der Herstellerabschläge ermöglichen wir den Krankenkassen jetzt schon Einsparungen in Milliardenhöhe. Unser Honorar ist aber seit 13 Jahren unverändert", sagte Preis beim ABDA-Talk "Lass uns reden!". Mit Blick auf den Bundestagswahlkampf sagte Preis: "Wir werden die Parteien daran messen, was sie jetzt sagen. Wir brauchen ganz dringend von einer neuen Regierung eine Soforthilfe. In einem Vorschaltgesetz muss unsere wirtschaftliche Situation sofort verbessert werden.“
Der ABDA-Präsident äußerte sich in Gegenwart mehrerer Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, die mit Preis live im Deutschen Apothekerhaus diskutierten. Darunter Tino Sorge (CDU), Matthias Mieves (SPD) und Prof. Andrew Ullmann (FDP).
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2024: Arzneimittelausgaben steigen, Apotheken leisten großen Sparbeitrag
Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) sind im Jahr 2024 um 9,7 Prozent auf 53,7 Mrd. Euro gestiegen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis der Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren. Gleichzeitig belegen die DAV-Daten auch, dass die Apotheken trotz ihrer chronischen Unterfinanzierung einen erheblichen Sparbeitrag für das GKV-System leisten: Durch den sogenannten Apothekenabschlag, den die Apotheken pro rezeptpflichtigem Arzneimittel an die Krankenkassen abgeben müssen, wurde das Apothekenhonorar alleine im vergangenen Jahr um insgesamt 1,13 Mrd. Euro gekürzt. Der Gesetzgeber hatte diesen Sparbeitrag der Apotheken zuletzt sogar für einen zweijährigen Zeitraum vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2025 von 1,77 Euro auf 2 Euro angehoben. Allein in diesen 24 Monaten haben die finanziell stark unter Druck stehenden Apotheken somit zusätzliche rund 310 Mio. Euro (inklusive Umsatzsteuer) als Sonderopfer aufgebracht. Die Anzahl der ärztlich verordneten GKV-Medikamente ist laut DAV im Jahr 2024 um 1,6 Prozent auf 760 Millionen gestiegen.
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Fortbildungskongress pharmacon - Richtige Ernährung kann Krebserkrankungen vorbeugen und Behandlung verbessern
Schladming – Ernährung spielt bei der Prävention von Krebserkrankungen und zudem während der Krebstherapie eine Rolle. „Zu einer gesunden Ernährung gehören viele Facetten. Von der Einnahme isolierter Nahrungsergänzungsmittel zur Krebsprävention rate ich selbst allerdings ab – es sei denn, ein Mangel wurde ärztlich diagnostiziert“, sagte Dr. Jann Arends, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Freiburg vor Apothekerinnen und Apothekern beim Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer.
Fortbildungskongress pharmacon Alternativmedizin bei Krebserkrankungen kritisch hinterfragen
Schladming – Der Wunsch von Patientinnen und Patienten, selbst aktiv gegen ihre Krebserkrankung zu kämpfen, ist verständlich. Etwa die Hälfte aller Patientinnen und Patienten mit malignen Erkrankungen nimmt zusätzlich zur ärztlich verordneten Therapie Mikronährstoffe, Heilpflanzen oder ähnliches ein. „Es gibt aber keine einzige natürliche Substanz, die ohne Nebenwirkungen Krebs bekämpft“, sagte Professorin Dr. med. Jutta Hübner von der Universität Jena beim Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer.
Fortbildungskongress pharmacon - Apotheken-Beratung kann Krebsbehandlung sicherer machen
Schladming – Medikamente gegen Krebserkrankungen werden zunehmend oral eingenommen. „Die Patientinnen und Patienten übernehmen mehr Verantwortung für ihren Therapieerfolg. Dadurch wird auch die Beratung in der Apotheke immer wichtiger. Die Apothekerinnen und Apotheker können die Arzneimitteltherapiesicherheit in vielen Bereichen verbessern“, sagte Professor Dr. Ulrich Jaehde von der Universität Bonn beim Fortbildungskongress pharmacon. Der Apotheker ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer.
Fortbildungskongress pharmacon - Beratungsbedarf zu Krebsmedikamenten wird steigen
Schladming – Gegen Krebserkrankungen werden heute rund 150 verschiedene Arzneimittel eingesetzt, die nichts mit Chemotherapie zu tun haben. „Behandelt werden die meisten Patientinnen und Patienten mit einer individualisierten und zielgerichteten Therapie. Deshalb wird der Beratungsbedarf in den Apotheken in den nächsten Jahren wachsen, auch wegen der komplexen Nebenwirkungen“, sagte Prof. Dr. Yon-Dschun Ko, Chefarzt im Johanniter-Krankenhaus Bonn beim Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer. „Heute geht es in der Tumortherapie nicht mehr um die Frage, ob nur eine Chemotherapie eingesetzt wird, sondern vielmehr um die Auswahl der besten zielgerichteten Medikamente, die diese ersetzen oder ergänzen können.“
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Fortbildungskongress pharmacon - Pharmazie stärken und weiterentwickeln
Schladming – „Den apothekerlichen Heilberuf stärken, die Aufgaben und Verantwortlichkeiten weiterentwickeln und unsere Leistungen stärker sichtbar machen – das sind meine wichtigsten Ziele“, sagte Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer, gestern zur Eröffnung des 53. Internationalen Pharmazeutischen Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer, pharmacon. Hoffmann trat das Amt zum Jahresbeginn neu an.
„Die politische Ausgangslage ist schwierig. Wir werden die Zeit bis zur Regierungsbildung nutzen, um uns stark für die Zukunft aufzustellen. Wir wollen die Transformation der Gesellschaft auch in die Apotheken bringen. Dazu gehört auch, dass wir digitale Verfahren und Versorgungskonzepte intensiver nutzen, um die Arbeit der Apothekenteams zu vereinfachen. Das Ziel muss es sein, neue Freiräume zu schaffen, in denen sich das pharmazeutische Personal noch mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten nehmen kann.“
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Thomas Preis ist neuer ABDA-Präsident und setzt Priorität auf Apothekenstärkung
Berlin – Apotheker Thomas Preis ist neuer Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Der 65-Jährige aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wurde von der ABDA-Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit am heutigen Donnerstag für eine vierjährige Amtszeit bis Ende 2028 gewählt. Die Mitgliederversammlung hatte seine Vorgängerin Gabriele Regina Overwiening im Dezember 2024 nicht im Amt bestätigt. Als langjähriger Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein verfügt Preis über einen großen, gesundheitspolitischen Erfahrungsschatz.
Preis sagte nach seiner Wahl: „Die öffentlichen Apotheken sind eine unverzichtbare und tragende Säule in der Daseinsvorsorge der Menschen, die eine starke Berufsvertretung brauchen. In den vergangenen Jahren mussten zu viele Apothekenbetriebe wegen des politisch gewollten Stillstands beim Apothekenhonorar ihre Türen für immer schließen – die Versorgung der Menschen leidet darunter. Die Apotheken brauchen daher endlich wieder Planungssicherheit. Ich werde mich deswegen für die wirtschaftliche Stärkung der Apotheken, also eine Anhebung und regelhafte Dynamisierung des Apothekenhonorars, einsetzen. Zusätzlich werden wir unser heilberufliches Berufsbild mit Blick auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiterentwickeln. Der neu besetzte ABDA-Vorstand ist mit Blick auf den nächsten Deutschen Bundestag und eine neue Bundesregierung das richtige Signal.“
Zur ABDA-Vizepräsidentin wurde Dr. Ina Lucas mit großer Mehrheit gewählt. Die 41-jährige Apothekerin aus Berlin ist seit 2024 Präsidentin der Apothekerkammer Berlin, seit Dezember 2024 ist Lucas zudem Beisitzerin im Vorstand der Bundesapothekerkammer. „Die Apotheken vor Ort sind und bleiben unverzichtbar für die Menschen. Ich will dafür kämpfen, dass unsere Leistungen und Kompetenzen in der Gesellschaft und in der Politik noch bewusster wahrgenommen werden. Unser Ziel muss es sein, dass die Apotheken sich noch intensiver in die Primärversorgung einbringen – auch um Krankheiten vorzubeugen“, sagt Lucas.
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Wirtschaftliche Stabilisierung der Apotheken notwendig
Magdeburg - „Wir brauchen eine sofortige wirtschaftliche Stabilisierung der Apotheken. Denn wenn immer mehr Apotheken aus finanziellen Gründen aufgeben müssen, geht eine wichtige Säule der effizienten Patientenversorgung verloren.“ Das erklärte Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt (LAV) anlässlich des Neujahrsempfangs der Heilberufler Sachsen-Anhalts am 15. Januar 2025 in Magdeburg...
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Deutscher Apothekerverband begrüßt Start der elektronischen Patientenakte
Berlin – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) begrüßt die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland. Zugleich fordert der DAV das Bundesgesundheitsministerium und die gematik auf, die heute beginnende Pilotphase gemeinsam mit allen Leistungserbringern objektiv auszuwerten, um Sicherheit und Praktikabilität bis zum bundesweiten Roll-Out der ePA zu gewährleisten. In den Modellregionen Hamburg und Franken wollen neben Arztpraxen und Kliniken auch knapp 50 Apotheken – ein Drittel davon in der Hansestadt, zwei Drittel im Norden des Freistaats Bayern – praktische Erfahrungen in den kommenden Wochen sammeln.
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Bundestagswahl: Initiative „What’s Apo“ wirft Licht auf Gesundheitspolitik
Berlin – Bürgerinnen und Bürger können auf der Webseite www.whatisapo.de ab sofort nachschauen, mit welchen Ideen für eine bessere Gesundheitsversorgung die Kandidierenden in ihrem Wahlkreis ins Rennen gehen. Die Initiative „What’s Apo – Status Gesundheitspolitik“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände bittet dazu rund 1.500 Kandidierende für den nächsten Deutschen Bundestag, ein kurzes Handy-Video aufzunehmen oder ein schriftliches Statement abzugeben. In ihren Statements zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025 sollen die Kandidatinnen und Kandidaten aus den 299 Wahlkreisen kurz und knapp erklären, wie sie die teils angespannte gesundheitspolitische Lage verbessern wollen.
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Apotheken-Beratung gerade in der Erkältungssaison unverzichtbar
Berlin - Insbesondere in der derzeitigen Erkältungssaison bieten die Apotheken vor Ort gegen viele Erkrankungen gut verträgliche rezeptfreie Arzneimittel an. „Die wiederholte Einnahme von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln kann aber auch auf eine noch unerkannte, ernsthafte Erkrankung hinweisen. Deshalb ist die persönliche und individuelle Beratung in der Apotheke vor Ort unverzichtbar“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. Denn: „Es gibt ‚red flags‘, also klare Warnsignale für die Grenzen der Selbstmedikation. Dazu werden die Apothekerinnen und Apotheker sowohl im Pharmaziestudium als auch bei Fortbildungen informiert. Wir sind Heilberufler und arbeiten direkt mit unseren Patientinnen und Patienten. Bei einigen Warnsignalen müssen wir sie dafür sensibilisieren, ärztlichen Rat einzuholen.“
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Nur noch 17.041! Immer mehr Apotheken schließen, immer weniger werden neu eröffnet
Berlin – Die Zahl der Apotheken in Deutschland hat erneut ein Rekordtief erreicht. Zum Ende des Jahres 2024 gab es nur noch 17.041 Apotheken vor Ort und damit 530 Apotheken weniger als ein Jahr zuvor (17.571). Prozentual liegt der Rückgang somit bei 3 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich der Rückgang beschleunigt: 2022 schlossen per Saldo 393 Apotheken, 2023 waren es 497 Betriebsstätten. Auch die Entwicklung bei den Neueröffnungen ist symptomatisch für die schlechte wirtschaftliche Lage der Apotheken: 2022 wurden in Deutschland 68 Apotheken, im Jahr 2023 noch 62 und 2024 nur noch 48 neu eröffnet. Deutschland verzeichnet somit die niedrigste Apothekenzahl seit 1978. Damals gab es in Ost- und Westdeutschland zusammen 16.857 Apotheken. Was die Apothekendichte betrifft, liegt Deutschland im EU-Vergleich mit 20 Apotheken für 100.000 Bürgerinnen und Bürger weiterhin auf einem der hintersten Ränge. Im Durchschnitt versorgen in der EU 32 Apotheken 100.000 Menschen. Das ergibt eine aktuelle Erhebung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf Basis der Meldungen der Landesapothekerkammern.
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